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Schultüte 2/2017

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Schüler übernehmen Verantwortung für ihr Lernen

Verantwortung, die: „bezeichnet die Zuschreibung einer Pflicht zu einer handelnden Person oder Personengruppe (Subjekt) gegenüber einer anderen Person oder Personengruppe (Objekt) aufgrund eines normativen Anspruchs, der durch eine Instanz eingefordert werden kann und vor dieser zu rechtfertigen (zu beantworten) ist. Die Handlungsfolgen können für den Handelnden zu Konsequenzen wie Belohnung, Bestrafung oder Ersatzleistungen führen. Die Beziehung (Relation) zwischen den beteiligten Akteuren knüpft am Ergebnis des Handelns an.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Verantwortung, 28. März 2012, 17:55h)

 

 

Wer nun glaubt, mit dieser Definition sei alles gesagt, ist auf dem Holzweg. Der Artikel bei Wikipedia ist bedeutend länger und auch im neuen pädagogischen Konzept der Jahrgangsstufe 5 verbirgt sich Großes hinter diesem kleinen Wort.

Unsere Schülerinnen und Schüler haben im Lernbüro gelernt, sich ihre Arbeit in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch weitestgehend selbst zu organisieren. Sie wählen den Baustein aus, an dem sie als nächstes in einem Fach arbeiten wollen. Sie planen mit dem Logbuch ihre Woche und überlegen nicht nur, wie viel sie in jedem Fach schaffen wollen und können, sondern geben auch ihrer Lernbüro-Woche eine Struktur, indem sie festlegen, an welchem Tag der Woche sie an welchem Fach arbeiten wollen.

Wenn ein Baustein in einem Fach abgeschlossen ist, vereinbaren die Schülerinnen und Schüler einen Gesprächstermin mit der Fachlehrerin und besprechen ihre bisherige Arbeit. In diesem Gespräch wird dann auch festgelegt, wann die Klassenarbeit als Abschluss des Bausteins zu schreiben ist und wie sie sich am besten auf diese vorbereiten.

Darüber hinaus ist jeder Schüler dafür verantwortlich, sein Logbuch zu allen Fächern mitzunehmen und es regelmäßig den Eltern zu zeigen, damit über das Logbuch auch ein Austausch zwischen Eltern und Lehrern stattfinden kann.

Im Pausenbereich sind die Fünftklässler, genauso wie die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen, jeweils eine Woche für das Ausleihen der Spielmaterialien in den großen Pausen zuständig.

Alle diese Aspekte bedeuten eine große Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler. Und ja, manchmal klappen die Dinge noch nicht so, wie wir sie uns vorstellen. Allerdings ist es sehr erstaunlich, dass die vielleicht größte Herausforderung auf Seiten der Lehrerinnen und Lehrer liegt. Immer wieder müssen wir feststellen, wie schwierig es ist, unseren Schülern diese Verantwortung zuzutrauen und sie ihre eigenen Erfahrungen und auch Fehler machen zu lassen. Es ist unglaublich schwer, als Lehrerin Dinge aus der Hand zu geben. Schnell stellt sich das Gefühl ein, man habe die Kontrolle verloren. Wenn man das jedoch aushält, macht man unglaubliche Erfahrungen. In der 5d beispielsweise haben zwei Schülerinnen in Eigeninitiative in einem Brief an Herrn Kirchner auf die zu kleine Garderobe im Eingangsbereich der Klasse hingewiesen und ihn gebeten, dass wir eine größere bekommen. In der Klasse 5c haben die Schülerinnen Ideen entwickelt, welchen Herausforderungen sie sich in der nächsten Zeit stellen wollen.

Die Idee der Herausforderung soll in den nächsten Jahren deshalb auch ausgebaut werden. Den Rahmen dafür werden wir gemeinsam abstecken. Wir sind davon überzeugt, dass jeder in der Klasse 5 das Zeug hat, sich immer größeren Herausforderungen zu stellen, indem wir alle – Lehrer und Schüler – Verantwortung übernehmen und den anderen das Übernehmen von Verantwortung zutrauen und an diesen Herausforderungen zu wachsen.

Autorin: Anja König