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Es ist alles anders geworden…

Ingo Niemann, Schülervater in der Jahrgangsstufe 5 über den Einstieg in „Lernbüro & Co“ aus Elternsicht

Welche Aufgaben bleiben da noch für uns als Eltern? Wie können wir unser Kind unterstützen? Wird alles so laufen, wie es uns beim Informationsabend und beim Kennenlernnachmittag vorgestellt wurde? Es sind Fragen wie diese, die wir uns als Eltern eines Fünftklässers besonders vor, aber auch noch nach Beginn des Schuljahres stellen.
Rückblende: In der Grundschule war alles anders. Wenn wir als Eltern wissen wollten, was für unseren Sohn gerade Thema im Unterricht war, reichte der gemeinsame Blick in Bücher und Hefte sowie auf die Liste der Hausaufgaben. Natürlich haben sich die Zeiten geändert, Frontalunterricht in Reinform wird auch in Grundschulen weniger. So setzt „unsere“ Grundschule in Günnigfeld längst auf Wochenpläne. Dabei entscheiden die Schüler in den vorgegebenen Grenzen sowohl im Klassenzimmer als auch zu Hause, wann sie welches Arbeitsblatt machen, ob sie sich gerade lieber mit Deutsch oder Mathematik beschäftigen. Entscheidend ist nur: Am Ende der Woche muss alles erledigt sein. Dennoch: „EVA“ kann für Schüler der Klassen 1 bis 4 nach wie vor durchaus auch mit „Elternverantwortliches Arbeiten“ übersetzt werden.
In der Matthias-Claudius-Gesamtschule sieht das nun ganz anders aus: Lernbüro und Logbuch, Bausteine und Zielsetzung, individuelles Lernen und Tutorengespräch, es sind Begriffe wie diese, die EVA seit wenigen Wochen neu definieren: Eigenverantwortliches Arbeiten steht jetzt für unseren Sohn auf dem Plan. Ständiger Ansprechpartner ist für ihn als sein Tutor Klassenlehrer Jörg Mathern. Aber: Es ist Jesko, der entscheidet, welches Thema er in Deutsch, Mathe und Englisch bearbeiten möchte und der seine Wochenziele absteckt. Nach fünf Tagen zieht er gemeinsam mit Jörg Mathern Bilanz. Wenn wir Jesko fragen, wie er das findet, wie er damit zu recht kommt und ob ihm der Unterricht in dieser Form Spaß macht, muss er nicht lange überlegen: „Gut, gut und ja“, lauten seine Antworten.
Und wir als Eltern? Uns bleibt in den ersten Wochen zunächst mal „nur“ Tag für Tag neugierige Blicke ins Logbuch zu werfen und immer wieder freitags das zu unterschreiben, was Jesko und Jörg Mathern besprochen haben. Schon ein ungewohntes Gefühl, kein Heft und kein Arbeitsbuch zu Gesicht zu bekommen. Auch Unsicherheit macht sich durchaus breit, nimmt sich Jesko viel oder wenig vor, ist sein Lerntempo langsam oder schnell und wie ordentlich und genau arbeitet er eigentlich? Einige Anhaltspunkte über Arbeitsverhalten, Pünktlichkeit, Material und das Einhalten von Regeln finden sich in der Rubrik „So war meine Woche“.
Es ist alles anders, es bleibt vieles spannend. Im November steht das erste Bilanz- und Zielgespräch auf dem Programm. Dann tauschen sich Jesko, Jörg Mathern und wir als Eltern über den Start an der Matthias-Claudius-Gesamtschule aus. Die Antworten werden ungewohnte Gefühle und Unsicherheiten verringern, da sind wir uns sicher.