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Neuer Elternbrief

Der 2. Elternbrief des Schuljahres 2017/2018 steht an...

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Fax: 0234/9 43 65 - 7

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Das Fach Geschichte in der Sek II

Allgemeine Hinweise zum Fach Geschichte, zu Klausuren und Unterrichtsinhalten

 

Allgemeine Hinweise

Der Geschichtsunterricht an der Matthias-Claudius-Schule setzt einen Schwerpunkt auf die Ausbildung von Geschichtsbewusstsein und Erinnerungskultur sowie die kritische Auseinandersetzung mit theoriegeschichtlicher Geschichtsschreibung.

In der Praxis wird diese Zielsetzung u.a. durch projektorientiertes und außerschulisches Lernen ermöglicht, wo es sich von den Unterrichtsinhalten her anbietet. Ein Beispiel für ein handlungsorientiertes und fächerübergreifendes Projekt findet sich im Unterrichtsvorhaben 2 in der Einführungsphase (EF): Erfahrungen mit Fremdsein in weltgeschichtlicher Perspektive (Interviews, Narration, Konstruktion von Biographie). Das Produkt aus dem Projekt ersetzt die erste Klausur im Halbjahr 11.1. Ein Beispiel für außerschulisches Lernen ist die optionale Exkursion in das Archäologiemuseum Herne, das die Beschäftigung mit der Frage, was und wozu Geschichte dient, vertieft und am Beispiel Roms exemplifiziert. In der Q2 findet zudem obligatorisch der Besuch des Hauses der Geschichte in Bonn zur anschaulichen Vertiefung der Auseinandersetzung mit der deutschen Nachkriegsgeschichte statt.

Die im schulinternen Lehrplan aufgeführten Sach- und Urteilskompetenzen werden integriert unterrichtet. Beispielhaft werden hier einige genannt:

Die Schülerinnen und Schüler...

  • treffen unter Anleitung methodische Entscheidungen für eine historische Untersuchung.
  • identifizieren Verstehensprobleme und führen die notwendigen Klärungen herbei.
  • analysieren Fallbeispiele und nehmen Verallgemeinerungen vor
  • stellen fachspezifische Sachverhalte unter Verwendung geeigneter sprachlicher Mittel und Fachbegriffe adressatenbezogen sowie problemorientiert dar und präsentieren diese, auch unter Nutzung elektronischer Datenverarbeitungssysteme, anschaulich.
  • wenden aufgabengeleitet, an wissenschaftlichen Standards orientiert, grundlegende Schritte der Interpretation von Textquellen und der Analyse von und kritischen Auseinandersetzung mit historischen Darstellungen fachgerecht an.
  • stellen grundlegende Zusammenhänge aufgabenbezogen geordnet und strukturiert (Concept Map, Thesenpapier, Lernplakat, Positionsplakat, Argumentliste) dar.

Andere methodische Kompetenzen sind im schulinternen Lehrplan dort aufgelistet, wo sie schwerpunktmäßig eingeführt bzw. vertieft werden.

 

Der Stoffverteilungsplan im Überblick

Die EF dient schwerpunktmäßig einer Einführung in historisches Denken und Arbeiten. Sie beginnt mit der Frage „Was ist Geschichte? Wozu machen wir sie?“ Diese Fragen werden exemplarisch vertieft anhand des ersten Themenschwerpunkts „Fremdsein“ – die Beispiele Römer und Germanen und Migration ins Ruhrgebiet im 19. Und 20. Jahrhundert. Den Abschluss bildet ein Projekt „Von der Oral History zur eigenständigen historischen Narration unter der Fragestellung „Wie konstruieren Einwanderer ins Ruhrgebiet vor dem Hintergrund ihrer Migrationsgeschichte ihre Biografie?“

Es folgen Unterrichtsreihen zu Weltbildern im Mittelalter, zu religiösen, politischen und sozialen Ordnungen im Mittelalter. Optional werden die Themen „Kulturkontakt und Kulturaustausch zwischen arabischer und europäischer Kultur im Mittelalter“ oder „Die Herausforderungen mittelalterlicher Ordnungsvorstellungen durch die Renaissance“ unterrichtet.

Abschließend liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung der Menschenrechte in historischer Perspektive mit Schwerpunkten auf dem Zeitalter der Aufklärung und der Französischen Revolution.

In der Qualifikationsphase 1 werden unter dem Leitthema des Nationalismus die Deutsche Frage im frühen 19. Jahrhundert, die gescheiterte Revolution von 1848 sowie die Reichsgründung von oben 1871 behandelten. Das zweite Leitthema lautet „Fortschritt und Krise – Die moderne Industriegesellschaft 1880-1930“. Hier bieten sich Querbezüge zum Thema Globalisierung an und damit die Möglichkeit, Synergieeffekte mit den Fächern Sozialwissenschaften und Englisch zu erreichen. Im Einzelnen werden die Zweite Industrielle Revolution und die Entstehung der modernen Gesellschaft, der Hochimperialismus zwischen 1880 und 1914, der Erste Weltkrieg als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, der erzwungene Frieden und die gestörte Moderne des Nachkriegsjahrzehnts 1919-1929 sowie der Absturz in die Weltwirtschaftskrise behandelt. Es folgt die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, den Voraussetzungen, Herrschaftsstrukturen, Nachwirkungen und  Deutungen. Der Einstieg in diesen Themenkomplex findet noch in der Q1 statt, und zwar mit den Schwerpunkten „Deutschland am Vorabend des Zivilisationsbruchs“ sowie „Die Sicherung der nationalsozialistischen Herrschaft“. Teil zwei beginnt in der Q2 mit den Themenschwerpunkten „Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg“ sowie der kritischen Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erklärungsversuchen sowie Erinnerungskultur und Vergangenheitspolitik. Im Unterrichtsvorhaben 4 geht es um „Deutsche Identitäten im Kontext internationaler Verflechtungen nach dem Zweiten Weltkrieg“ und dabei um spezifische Entwicklungen in Deutschland nach 1945 sowie in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik im Kontext des Kalten Krieges bis zur Wiedervereinigung 1989. Den Abschluss bildet die Auseinandersetzung mit dem Querschnittthema „Friedensschlüsse und Ordnungen des Friedens in der Moderne“, in dem der Bogen vom Westfälischen Frieden bis zur kritischen Auseinandersetzung mit der Rolle Europas als Friedensmacht geschlagen wird.

 

Lehrwerke: Im Wesentlichen liegen dem Unterricht zwei Lehrwerke zugrunde:

 

Zeiten und Menschen, Geschichte, Einführungsphase, Schöningh 2015

Zeiten und Menschen, Geschichte, Qualifikationsphase, Schöningh 2015

 

 

Klausuren:

11.1: nur eine Klausur im 2. Quartal, die erste Klausur wird durch ein Produkt im Rahmen des 2. Untervorhabens (s.o.) ersetzt

11.2: zwei Klausuren, Dauer: 2 Unterrichtsstunden

12.1-13.1: je zwei Klausuren, Dauer Grundkurs/Leistungskurs: 3 Unterrichtsstunden, Dauer

Leistungskurs ab 12.2.: 4 Unterrichtsstunden

13.2: eine Klausur, Dauer Grundkurs: 3 Unterrichtsstunden, Dauer Leistungskurs: 4.25 Zeitstunden

 

Leistungsbewertung:

Die Gesamtnote eines Halbjahres setzt sich zusammen aus den Klausuren (ca. 50%) und der sonstigen Mitarbeit (ca. 50%). Bei Schülerinnen und Schülern, die keine Klausur schreiben, macht die sonstige Mitarbeit 100% der Gesamtnote aus.

 

Bewertung der sonstigen Mitarbeit

Die sonstige Mitarbeit umfasst Beiträge zum Unterrichtsgespräch, Mitarbeit in Gruppenarbeiten, Diskussionen und Streitgesprächen, Moderation von Gesprächen, Kurzreferate/Vorträge, Beiträge im Rahmen eigenverantwortlichen, schüleraktiven sowie ggf. praktischen Handelns (z.B. Rollenspiel, Befragung, Erkundung, Plakate, Flugblätter, Präsentationen).

Die Leistungen werden in einem kontinuierlichen Prozess während des Schuljahres festgestellt. Um die Notengebung transparent zu gestalten, sollten den Schülerinnen und Schülern die Grundsätze der Leistungsbewertung angemessen für ihre Altersstufe erläutert werden. Auch erhalten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Quartalsnotengebung Rückmeldungen, inwieweit sei die erwarteten Kompetenzen erreicht haben, verbunden mit Hinweisen für ein erfolgversprechendes Weiterlernen.