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Schule war gestern - heute ist "Meer"

Mit dem Plattboot über's Wattenmeer
Ziiiiiiiiieht!!!!!!!!!!!!!!!!
...dann geht das Segel auch hoch!
Alleine ist schwierig...
zu zweit auch...
Teamarbeit ist gefragt
Zeit für die Studienfahrtmappe
Chillen...
und Spaß haben - im Klüvernetz...
Soll ich hier abbiegen? Wo ist die grüne Boje hin?
Abends Spaghetti kochen und genießen
...und danach alles wieder auf Hochglanz polieren
Ordnung muss sein - unter Deck...
... und auch auf Deck
Ab ins Watt - Wattpraktikum
... und Wattexkursion auf Ameland
Geht das Wasser noch weg oder in die Stiefel?
romantisches Lagerfeuer am Strand von Vlieland
Eine schöne Studienfahrt

Jedes Jahr segeln ca. 52 Schüler der Jgst. 8 und sechs betreuende Lehrer im Rahmen der Studienfahrten für sechs Tage mit zwei Plattbodenschiffen auf dem niederländischen Wattenmeer.

Dieses Jahr machten sich erneut 52 Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 8 sowie 6 Lehrer am Sonntag, den 17. Mai 2015, mit dem Bus auf nach Harlingen an der westfriesischen Küste. Hier im Hafen hatten unsere beiden Plattboote ,,Ambulant" und ,,Suydersee" ihre Liegeplätze.  Nachdem das ganzes Gepäck auf den Booten verstaut war, war noch etwas Zeit, Skipper, Matrose sowie den Ort kennenzulernen oder sich einfach nur in seiner Kajüte auszubreiten. Letzteres geht meist schnell, denn die Kajüten sind nicht gerade groß. Aber nach einer gewissen Zeit gewöhnt man sich an die Enge.

 

Nach der ersten Nacht in der eigenen Koje und einem stärkenden Frühstück gab es durch den Matrosen eine Einführung zum Segeln, d.h. wie die diversen Knoten funktionieren und was man wann beim Segeln machen bzw. beachten müssen. Danach ging es sofort los zum 1.Segeltörn mit Ziel Terschelling: Segel hochziehen (Ufff!), Wenden, Halsen, den Wind und das Meer genießen! Bei Windstärke 7-8 kämpften wir uns tapfer gegen Wind und hohe Wellen Meile um Meile vorwärts. Die gute Laune konnte uns die Schaukelei und Schräglage der Boote aber nicht verderben. Ganz im Gegenteil: Die meisten Schüler hielten tapfer an Deck die Stellung und halfen Skipper und Matrosen, die Boote sicher in den Hafen von Terschelling zu bringen. Was für ein Abenteuer! Terschelling erwartete uns dann mit Regen, entschädigte aber abends mit einem fantastischen Sonnenuntergang.

 

Am nächsten Tag segelten wir zur Insel Ameland. Unterwegs kamen wir auch ganz dicht an einer Seehundbank vorbei. Natürlich zückten alle ihre Kamera und machten Erinnerungsfotos. Ein paar neugierige Seehunde kamen sogar ganz nah zu den Booten heran!

Auf Ameland blieben wir zwei Nächte. Die Insel ist größer als Terschelling und erfreute die Schüler mit einem bootsnah gelegenen Supermarkt und kleinen Geschäften im schönen Stadtkern von Nes. Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Mottos "Wat is Watt?". Am Vormittag ging es zunächst zum Wattpraktikum ins Naturkundemuseum, am Nachmittag wurde dann auf einer Wattwanderung das Watt hautnah erkundet. Zum Glück meinte die Sonne es gut mit uns, so dass es nicht ganz so unangenehm war, als sich trotz Ebbe die Gummistiefel allmählich mit Wasser füllten bzw. der eine oder andere Schuh im Schlick versank... Alle sind tapfer hinter ihrem Wattführern durchs Watt  gestapft und haben Wattwürmer und Muscheln ausgegraben sowie salzige Algen verkostet. Lecker! 

Am Donnerstagmorgen wurde die letzte Insel - Vlieland - angepeilt. Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Segel gehisst und Kurs aufgenommen. Vorbei an den Seehundbänken blies und der Wind vorwärts. Viele halfen eifrig beim Wenden und Halsen, andere genossen die "Freifahrt" im Klüvernetz - ein ganz besonderer Nervenkitzel. Muss man mal ausprobiert haben!

Nach dem Abendessen wurde von den Schülern auf der Insel Brennholz gesammelt und bei einbrechender Dunkelheit gab es ein gemütliches Lagerfeuer am endlos langen, schönen Strand von Vlieland. Für Schüler mit viel Bewegungsdrang luden Dünen, Strand und Bootshund zum Toben ein.

Am nächsten Moregen glitzerte die Sonne auf dem Wasser, die Schiffe schaukelten ruhig an ihren Liegeplätzen und die Sonnenanbeter genossen die Wärme... Leider mussten wir nun aber wieder zurück nach Harlingen segeln. Hier hieß es dann Tasche packen, Kajüten säubern und räumen, Boot schrubben und danach wieder nach Hause fahren.

Eine Schülerin schrieb letztes Jahr in ihrem Erlebnisbericht: "Unser Tagesablauf war meist der Gleiche, trotzdem wurde es nie langweilig: morgens gegen acht aufstehen, um 11 Uhr lossegeln und nachmittags auf einer Insel ankommen. Dann hat man noch jede Menge Freizeit. Während der Woche muss man eine Mappe bearbeiten mit verschiedensten Arbeitsblättern rund um das Wattenmeer, die Tiere im Watt und, und, und...  Alles in allem ist die NW- Studienfahrt eine sehr erlebnisreiche Woche, bei der man auch etwas lernen kann. Außerdem ist es ein einmaliges Erlebnis, Plattboot zu fahren. Ich kann es jedem nur empfehlen!"

(Susanne Müller, 2015)