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Urlaub für die Seele- Gospel an der MCS - von Katrin Praest, Schwerte

 

Frühling 2016- als Frischling im neuen KollegInnenkreis beobachte ich gespannt, was um mich herum geschieht und bin verwirrt… Jeden Mittwoch verabschiedet sich die Kollegin mit den Worten: „Ich habe jetzt Urlaub!“ Am nächsten Tag ist sie wieder da, mit einem Strahlen in den Augen. Auf meine verwunderten Nachfragen hin schwärmt sie vom Gospelprojekt an der Schule ihrer Tochter und ich werde ein bisschen neidisch. 

Ein Jahr vergeht- mein Postfach hat eine Mail für mich. Auch im Jahr 2017 findet wieder ein Gospelworkshop statt. Noch zurückhaltend lasse ich mich von meiner Kollegin überzeugen, mich auf den Weg nach Bochum zu machen. Mir schwirrt durch den Kopf, was mein Musiklehrer mir alles attestierte- das klang nicht nach gesanglichen Fähigkeiten, wenn ich mich recht erinnere. Aber es geht das Gerücht um, dass Miriam Schäfer und Jan Primke es schon richten werden…. Endlich ist der erste Projektabend da und ich ströme mit unfassbar vielen Jugendlichen, Männern und Frauen in die Aula der MCS. Alle finden einen Platz, jeder kennt jeden, alle haben sich viel zu erzählen- es klingt wie ein Bienenschwarm. Doch plötzlich kommt Bewegung auf die Bühne, Miriam Schäfer tritt an das Klavier. Kaum nimmt sie das Mikrofon, ist es still und das Wagnis „Chor“ geht los. Das erste Lied- was soll ich sagen? Ein bisschen erinnert es mich an „Sister Act Teil 1“- der Chor unfassbar vielstimmig, aber noch wenig harmonisch, doch am Klavier voller Überzeugung die blonde, hellhäutige, deutsche Antwort auf Whoopi Goldberg. Was für eine Stimme, was für eine Dynamik- und so fest davon überzeugt, dass wir beim 10. Termin auftrittsfähig sind. Und tatsächlich ein erster Schritt scheint gemacht- das Ende des Abends ist da und „Every Praise“ klingt nach einem Gospel. Das „Let me fly“ entlässt uns in die Abenddämmerung, ein Blick in den Autospiegel zeigt nun auch in meinen Augen die Verzauberung, die ich im letzten Jahr bei meiner Kollegin bemerkte und diese Stimmung hallt nach. So gehen die Wochen ins Land und haben mit den Gospelabenden mit Miriam oder Jan einen neuen Höhepunkt. Und plötzlich heißt es: Generalprobe! Unfassbar was die beiden aus all diesen SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und Freunden geformt haben… Am Morgen vor dem großen Abschluss dann die Hiobsnachricht- Miriam ist krank! Mit angeschlagener Stimme stellt sie sich dennoch auf die Bühne und rockt den Abend. Wir alle stehen hinter ihr, lassen uns von ihrer Begeisterung mitreißen und tragen uns gegenseitig durch die Lieder des Abends. Und ganz schnell ist auch das Publikum verzaubert und feiert mit. Was für ein Erlebnis! Dank der Technik gibt es sogar einen Mitschnitt. Er beweist, dass nicht alle Töne 100%igsauber klangen, aber die Stimmung unfassbar war. Mit jedem Anhören der CD ist es wieder da, das Funkeln in den Augen….

Was für eine gute Idee, dieses Funkeln in einem Kurzprojekt gegen den Novemberblues wieder aufflackern zu lassen.

Und jetzt ist schon ein Jahr seit dem großem Projekt vergangen- wieder hat mein Postfach eine Mail für mich und ich möchte sooo gerne wieder mitmachen und meiner Seele die Urlaubsabende mit Miriam gönnen!