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Das Matthias-Claudius-Sozialwerk Bochum ist der Dachverband verschiedener selbstständiger Einrichtungen, die unter einer gemeinsamen Zielvorstellung arbeiten.

Die MCS-Big-Band

Music-Can-Swing

Gründer der Big Band Ralf Nachtigall interpretierte die Abkürzung MCS neu: "Music can swing". Angeregt durch einen Besuch im kanadischen Calgary hat der Musiklehrer im August 2007 an der Gesamtschule die MCS-Big-Band gegründet. Inzwischen ist die Big-Band-Besetzung aus Schülern, Eltern, Lehrern und Freunden auf ca. 30 Musiker angewachsen, und mit Hilfe des Projektes "Big Band-Nachwuchs" (siehe Infotext) kommen immer wieder neue Musiker in die Band, aber auch "Quereinsteiger" werden stets gerne aufgenommen! Im Juli 2018 hat Ralf Nachtigall nach 10 Jahren Leitungstätigkeit den Dirigentenstab an seinen Nachfolger Johannes Nebel weitergegeben, seit 2021 ist David Bernds Bandleiter.

Geprobt wird immer am Montagnachmittag zwischen 16.15 Uhr und 17.30 Uhr im Musikraum 229. Mittlerweile gehören zum Repertoire z.B. Duke Ellingtons "In a mellow tone", James Browns "I feel good" und Al Jarreaus „Boogie Down“, das "Theme from New York, New York" a la Frank Sinatra und "Every little thing she does is magic" von Police sowie auch Hits wie "Happy", "Run", "Set fire to the rain", "Soul man" und "I'm so excited".

Die Big Band spielt regelmäßig bei den „Tonsprünge“-Konzerten der Schule und anderen Veranstaltungen auch außerhalb der MCS, z.B. beim Bochumer Musiksommer. Auch hat sich die "Big Band-Nacht", 2014 erstmals an der MCS organisiert und durchgeführt, inzwischen zur gern gesehenen und gut besuchten Tradition entwickelt.

Hierbei lädt sich die MCS-Band eine weitere Big Band (oder auch ein Orchester) ein, um gemeinsam den Konzertabend musikalisch zu bestreiten.

Ein erstes Highlight in der Bandgeschichte war der kanadisch-deutsche Workshop im April 2008, bei dem „In A Mellow Tone“ einstudiert wurde und im anschließenden, gemeinsamen Konzert mit der Big Band der kanadischen Ernest Manning High School aufgeführt wurde. Diese Big Band war mit ihren Schülerinnen und Schülern auf Deutschland-Tour und zum Konzertbesuch im Forum der MCS-Gesamtschule abgestiegen. Seitdem träumt die MCS-Big Band von einem Gegenbesuch in Kanada! :-)  Bis es soweit ist, führen die Reisen einmal im Jahr ins Naturfreundehaus Schwerte auf Bandfahrt inklusive Workshop (s.unten) . Immer ein tolles Erlebnis!

Ein besonderes Erlebnis der Band waren 2015, 2017 und 2019 jeweils die beiden Gemeinschaftskonzerte mit der Big Band des Landespolizeiorchesters NRW, ein weiteres Gemeinschaftskonzert folgt nach der Corona-Zwangspause am 10.11.2022. Über diese Konzerte mit den Profimusikern kann man auch auf dieser Homepage nachlesen. Weitere Projekte sind in Planung und die Termine können ebenfalls der Homepage (s.unten) entnommen werden!

Zur Fotogalerie des aktuellen Konzertes gelangen Sie hier.

Aktuelle Termine

22. Juni 2022:

7. Big Band-Nacht ab 19 Uhr im Forum der MCS gemeinsam mit der "Jubi-Band" des Luise von Duesberg Gymnasiums Kempen als Gastband

 

18.+19. August 2022:

Workshop mit der Big Band des Landespolizeiorchesters NRW

 

27. August 2022:

Bochumer Musiksommer - gemeinsam mit der Big Band des Landespolizeiorchesters NRW

 

10. November 2022:

"Jazz against Novemberblues" - Gemeinschaftskonzert mit der Big Band des Landespolizeiorchesters NRW und Gastsänger Joe Doll

 

11. - 13. November 2022:

Big Band-Fahrt ins Naturfreundehaus Schwerte und Workshop

 

22. Dezember 2022:

weihnachtliches Pausenkonzert im Forum der MCS

Was geschah in letzter Zeit?

"Big Band-Fieber" im Forum der MCS

Normalerweise ist Fieber nichts Schönes und in der Regel mit einer Krankheit verbunden. Davon hatten wir in den letzten zwei Jahren wahrlich genug! Nun ist aber am Abend des 07.April 2022 an der MCS ein Fieber ausgebrochen, das unter den zahlreichen Gästen im Forum sehr schnell um sich griff und in allerkürzester Zeit alle infizierte - das "Big Band-Fieber"! Hochansteckend, aber absolut ungefährlich! Es handelte sich lediglich um das Motto des Gemeinschaftskonzerts der MCS-Big Band und des LandesJazzorchesters NRW, das sich unsere Schulband als Gastband eingeladen hatte. Ein super Gast, wie im Verlauf des Abends deutlich wurde!

Das Konzert eröffnete allerdings unsere Gastgeberband mit ihrem Set. Hier konnte die MCS-Big Band unter Beweis stellen, was sie in den vergangenen Monaten in ihren wöchentlichen Proben sowie beim Workshop mit dem JJO, der am Nachmittag dem Konzert vorausgegangen war, gelernt hatte. Die zahlreichen Tipps der Profis beim Workshop, wie die aktuellen, z.T. neu einstudierten Stücke noch peppiger bzw. akzentuierter gespielt werden können, wurden am Abend umgesetzt. Zumindest hoffen wir, dass die JJO-Dozenten das auch so gesehen haben! :-) Das Programm war u.a. mit dem beswingten "Pennsylvania 6-5000", dem rockigen "Welcome to the Jungle", dem jazzigen "Birdland", dem balladesken "Skyfall" oder dem Latinstück "Don't you worry about a thing" breit gefächert und begeisterte das Publikum. Dieses musste seine musikalischen Kenntnisse und Fähigkeiten in einer kurzen Umbaupause ebenfalls unter Beweis stellen, indem sie die von Frida, Lina und Hendrik begonnenen Liedtexte gesanglich fortsetzen mussten. Ein sehr talentiertes Publikum! :-)  Übrigens traten Lina und Frida erstmals mit der MCS-Big Band bei "Skyfall" und "Valerie" als Sängerinnen auf und werden ihre Instrumente Klarinette bzw. Gitarre sicherlich auch in Zukunft bei Gesangsstücken kurz zur Seite legen dürfen. Die beiden Moderatoren Emil und Matteo begleiteten unterhaltsam und eloquent durch das Konzert, füllten Wissenslücken zu dargebotenen Stücken und sorgten für so manchen lustigen Moment.

Das zweite Set gestaltete nach der Pause das JugendJazzOrchester NRW, und wer bis dahin noch nicht vom "Big Band-Fieber" infiziert war, den erwischte es spätestens jetzt. Das JJO NRW "gilt als eines der führenden Ensembles seiner Art in Deutschland" (Landesmusikrat NRW), wird vom Land NRW gefördert mit dem Ziel, "auch auf dem Gebiet des Jazz eine angemessene künstlerische Nachwuchsförderung zu betreiben." (JJO NRW) und brachte schon so manchen erfolgreichen Jazzmusiker hervor. An diesem Abend wurde dem Zuhörer ein Feuerwerk an Spielfreude, mitreißender Energie, spielerischem Können sowie beswingter Töne geboten. In mitunter atemberaubender Geschwindigkeit rauschten die Finger über die Klappen, Saiten und Tasten der Instrumente und boten eine Auswahl an bekannten, aber auch von ehemaligen bzw. aktiven Bandmitgliedern selbst komponierten und arrangierten Jazzstücken. Ein besonderes Schmankel war der für eine Big Band eher außergewöhnliche Einsatz eines Vibraphons, das von der Vibraphonistin grandios zum Klingen gebracht wurde. Natürlich konnte diese großartige Band nicht ohne Zugabe und eine Einladung für eine hoffentlich baldige Wiederkehr an die MCS von der Bühne gelassen werden. Das Publikum bedankte sich für das gelungene Konzert mit einem langen Applaus und einer großzügigen Spende, von der wir mit Unterstützung des Starlight Express-Vertriebs in Kürze die aktuell 21 ukrainischen Schüler an der MCS zu einem Besuch des Musicals "Starlight Express" einladen werden.

(Susanne Müller)

Jazz against Novemberblues 2021 - wichtiger denn je!

Nur vier Tage auf unsere Bandfahrt folgte auch direkt das Konzert "Jazz against Novemberblues" an der MCS. In den letzten Jahren hatten wir für dieses Konzert immer die Big Band des Landespolizeiorchesters NRW zu Gast, in diesem Jahr hat Corona dies leider verhindert. In der "Big Blast Company" aus Hattingen haben wir allerdings eine großartige Band gefunden, die es sich nicht nehmen ließ, mit uns das Konzert zu spielen und dem Publikum den "Novemberblues" zu vertreiben. Sehr viele Zuschauer ließen es sich nicht nehmen, auch unter den nötigen 3G-Regeln im Forum der MCS Platz zu nehmen, sich von Moderatorin Marie D. kurzweilig durch den Abend führen zu lassen und nach langer Zeit mal wieder ein Big Band-Konzert zu genießen.

Den Anfang machte die MCS-Gastgeberband und spielte ihr bei der Bandfahrt einstudiertes Repertoire mit großer Freude und musikalisch bestens aufeinander abgestimmt. Bandleiter David Bernds dirigierte seine MCS- Big Band bei seinem ersten Konzert souverän durch das Set. Da wurde mit "In the Mellow Town" und Glen Millers "In the Mood" geswingt und soliert, bei "Uptown Funk" sprühten die "Funk"en, und mit "Don't jou worry about a thing" wurde es a la Stevie Wonder rockig. Selbst bei schwierigen Arrangements wie z.B. "One Note Samba" liefen die Finger wie geschmiert über Tasten, Klappen und Saiten und sorgten für ein Latinfeeling. Etwas Disco durfte aber auch nicht fehlen, und der Nr.1-Hit "We are Family" von Sister Sledge mit einem tollen, abwechselnd gespielten Schlagzeug- und Percussionssolo versetzte das Publikum in Tanzlaune.

Wer nach dem Set der MCS-Big Band noch immer leichte Anflüge eines Novemberblues hatte, dem wurde dieser mit dem Auftritt der "Big Blast Company" endgültig ausgetrieben. Der eine oder andere "Stammgast" der MCS-Big Bandkonzerte erinnerte sich bestimmt noch an den tollen Auftritt der BBC bei der "Big Band-Nacht" vor vier Jahren. Die in Hattingen und Umgebung bekannte und beliebte Band sprühte auch diesmal wieder vor Energie, und man merkte auch diesen Musikern an, wie sehr sie sich über eine Auftrittsgelegenheit freuten und die Zeit auf der Bühne genossen. Die ausgefeilten Arrangements von Bandleiter sowie Baritonsaxophonist Andreas Lensing wurden von einem starken Bläsersatz, unterstützt von einer hervorragenden Rhythmusgruppe, dargeboten. Etwas Funk, etwas Jazz, eine Prise Soul, aber auch ein bisschen Pop ließen die Bühne beben und rissen das Puplikum mit. Begeisterten Applaus gab es für die zahlreichen Instrumentalsoli sowie für Jaclyn Leupold und Benedikt Weiss für ihre großartigen Gesangsdarbietungen, sei es im Duett beim mitreißenden Dschungelbuchsong "I wanna be like you", aber auch Jaclyn solistisch mit "La Lègende du Colibri" von Zas und Benedikt mit dem 1965 erstmals von Nina Simone gesungenem und seitdem zahlreich gecovertem "Feeling Good". Hier ertappte sich der eine oder andere im Publikum ganz bestimmt dabei, wie er mittanzte, mitklatschte und/oder zumindest innerlich mitsang.

Corona erlaubte diesmal leider nicht, dass es ein gemeinsames Abschlusslied beider Bands gab, aber wir sind ganz sicher, dass wir die BBC in Zukunft erneut als Gast bei einem MCS-Big Bandkonzert begrüßen dürfen, und dann wird dies auf alle Fälle nachgeholt! An diesem Novemberabend konnte das Publikum aber auch so zufrieden, beswingt und "Novemberblues-frei" in die Nacht entlassen werden!

(Susanne Müller)

Big Bandfahrt 2021 - Wie man anderthalb Jahre in 3 Tagen aufholt...

Corona hat es vielen Menschen schwer gemacht und so manche "Tradition" musste erst einmal auf Eis gelegt werden, so auch 2020 unsere Big Band-Fahrt nach Schwerte. Aber plötzlich war dieses Jahr nach den Sommerferien wieder einiges möglich, und so haben wir bis Ende Oktober jeden Tag das Auf und Ab des Coronageschehens verfolgt und gebetet, dass wir auf Bandfahrt gehen können. Und dann war der Termin für unsere Bandfahrt gekommen, und wir durften tatsächlich ins Naturfreundehaus nach Schwerte fahren!

Man hat es an der Spielfreude und dem Engagement aller Bandmitglieder gespürt, dass alle froh waren, endlich wieder so intensiv zusammen proben zu können. Da war kein Murren zu hören, wenn eine Passage nochmal und nochmal gespielt werden musste, bis sie im Ohr unseres Bandleiters Anklang fand. Selbst als der Ansatz allmählich "Flöten ging" und die Finger müde wurden, hielt jeder tapfer durch, und so klang jedes eingeprobte Stück nach und nach immer besser, und die Stimmgruppen wurden zunehmend sicherer im Zusammenspiel.

Wer nun denkt, dass am Abend alle erschöpft in ihre Betten fielen, der kennt die Musiker der MCS-Big Band nicht! Da wurden kleine Sessions ins Leben gerufen, und plötzlich trauten sich sogar Musiker zu improvisieren, die sich sonst eher vornehm zurückhalten, wenn das Thema zur Sprache kommt. Vielleicht lag es an den Weihnachtsliedern, die zur Freude aller ausgewählt und zum Besten gegeben wurden..?

Als dann doch endgültig die Lippen und Finger streikten, wurden die Beine und Füße in Bewegung gesetzt, und unter Linas Anweisung gab es Tanzstunden, die einen großen Zuspruch fanden. Hier tanzte jeder mit jedem - manchmal auch nach eigener "Choroegraphie" - und der "Männerüberhang" stellte kein Problem dar. Hauptsache war, dass der Spaß überwog, und dies war offensichtlich. Ob beim nächsten Konzert mal eine Tanzeinlage eingebaut werden sollte???

Zu späterer Stunde kamen auch die "Werwölfe" im finsteren Schwerter Wald vorbei und wurden eifrig enttarnt. All diese zusätzlichen Aktivitäten sind für das Bandleben wichtig und machten es auch unseren neuen Bandmitgliedern leichter, die "alten Hasen" besser kennenzulernen und in der Band nicht nur musikalisch Fuß zu fassen.

Am nächsten Morgen saßen alle Musiker wieder motiviert und spielbereit auf ihrem Platz, um das nächste Stück in Angriff zu nehmen. Spätestens am Sonntagmittag nach einer letzten Durchlaufprobe waren sich dann alle einig, dass die Fahrt unsere Band wieder musikalisch auf einen guten Stand gebracht und kleine Defizite durch die Zwangsspielpause ausgemerzt werden konnten. Für das Konzert "Jazz against Novemberblues" wenige Tage später war die Band bestens vorbereitet!

Übrigens ist die Bandfahrt für 2022 bereits gebucht, und wir sind sicher, dass sie wieder genau so toll werden wird wie die diesjährige!

(Susanne Müller)

Big Band-Arbeit in Zeiten von Corona

Es ist inzwischen ein offenes Geheimnis: Corona hat das kulturelle Leben überall auf der Welt auf einen sehr kleinen Punkt heruntergefahren, und die Arbeit der MCS-Big Band war davon natürlich leider nicht ausgenommen. Konzerte mussten abgesagt werden, Workshops konnten nicht stattfinden und selbst die Bandproben durften nicht mehr durchgeführt werden. Die Schule war im Lockdown und öffnete nur nach und nach wieder ihre Pforten für Unterricht. Wie kann man aber Musiker, noch dazu so junge, in so unsicheren Zeiten, alleine zu Hause im Homeschooling bzw. nur ab und zu für wenige Stunden in der Schule, dazu annimieren, trotz aller Widrigkeiten bei der "musikalischen" Stange zu bleiben und weiterhin regelmäßig zu üben? Also musste ein lohnenswertes "Übe-Ziel" gefunden werden, und das ergab sich, als im Mai die ersten Lockerungen der Corona-Regeln in Kraft traten: Wir machen Aufnahmen wie im Tonstudio und setzen die Einspielungen der einzelnen Stimmen dann zu einem Gesamtwerk zusammen.

Alle Bandmitglieder wurden von Bandleiter Johannes Nebel gebeten, neben den beiden bereits bekannten Stücken "Superstition" und "Skyfall" auch noch das niegelnagelneue Stück "A naturell woman" auf ihrem Instrument zu üben. Besonders das neue Lied war eine Herausforderung, da es noch nie zuvor mit der Band in einer Gesamtprobe gespielt wurde. Die Noten für dieses Stück bekam jeder Musiker Dank eines ausschweifenden Ausflugs von Hartmut Brockhoff mit dem Fahrrad bzw. Auto innerhalb von Bochum persönlich in die Hand gedrückt - natülich unter Einhaltung des geforderten Abstands. Nun stand dem selbständigen Proben in den eigenen vier Wänden nichts mehr im Wege. Die Aufgabe war klar, das Ziel war gesetzt.

Im Juni war es dann endlich so weit. An einem Montagnachmittag traf sich zunächst die Rhythmusgruppe im Musikraum. Jeder Musiker bekam seinen festen Platz hinter einem Mikrofon, den er erst nach gelungener Aufnahme wieder verlassen durfte. :-)  Lediglich die Schlagzeuger wurden nach einem Lied ausgewechselt, damit jeder unser drei Drummer wenigstens an einer Aufnahme beteiligt sein konnte. Nach vier Stunden war der rhythmische Rahmen der drei Lieder "im Kasten" bzw. auf Band im Computer und die anderen Stimmgruppen konnten an den darauffolgenden Montagen nach und nach ihren Part aufnehmen. Die Schwierigkeit bestand darin, dass lediglich der Dirigent den Sound der Rhythmusgruppe über Kopfhörer auf die Ohren bekam. Die Bläser mussten alleine nach Dirigat und selbständigem Zählen spielen. Das war eine Herausforderung für jeden Spieler, denn so hatte bisher noch nie jemand ein Stück gespielt. Dazu kam noch das Mikrofon, das bedrohlich und ungewohnt nahe vor einem stand und unbarmherzig jeden Fehler und jede Unsauberkeit registrierte und speicherte. Da blieb es nicht aus, dass einzelne Takte wieder und wieder gespielt werden mussten, bis Aufnahmeleiter Pascal und Bandleiter Johannes endlich zufrieden waren und die nächsten Takte "freigaben". Irgendwann war es geschafft, und jedes Bandmitglied wartete gespannt auf das Gesamtergebnis. Bis dies aber tatsächlich vorlag, folgte erst noch der mühevolle Zusammenschnitt der einzelnen Aufnahmefragmente im heimischen "Technikstudio", der sich über viele Stunden hinzog und Pascal und Johannes einiges an Geduld, gutem Gehör sowie technischer Raffinesse abverlangte. Ihre Arbeit hat sich aber gelohnt, denn die Band wurde für ihr selbständiges Üben unter erschwerten Corona-Bedinungen mit einem tollen Gesamtergebnis belohnt. Es macht Spaß, sich die fertigen Lieder anzuhören, und irgendwie macht sich beim Hören auch ein ganz klein wenig Stolz breit, etwas zum Gelingen der Bandaufnahmen beigetragen zu haben.  Ich bin mir sicher, dass niemand auf die Idee käme, dass "A naturell woman" noch nie zuvor von der Band gemeinsam geprobt wurde. Oder? Wer mag, kann sich gerne im unten stehenden Soundfile eine eigene Meinung bilden.

Trotz allem oder gerade deswegen hoffen wir als Big Band darauf, trotz Corona-Erschwernissen bald wieder in voller Besetzung und alle in einem Raum miteinander Musik machen zu können und "A naturel woman" auch endlich live von unserer Band zu hören.

Soundfile folgt noch....

(Susanne Müller)

MCS- und LPO-Big Band spielen erfolgreich "Jazz against Novemberblues"

Wenn die Polizei im Haus ist, ist meist zuvor etwas Unschönes passiert. Das muss aber nicht so sein!

Der Beweis dafür wurde am Freitag, den 15.November 2019, erbracht, denn da hieß es bereits zum dritten Mal an der MCS: "Jazz against Novemberblues". Für alle, die den "Tatbestand" noch immer nicht kennen, hier die Aufklärung: Bei diesem Konzert trafen sich die MCS-Big Band und die Big Band des Landespolizeiorchesters NRW zu einem Gemeinschaftskonzert, um zusammen den "Novemberblues", der bei düsterem und regnerischem Herbstwetter schon mal auftreten kann, zu vertreiben. Als Verstärkung der Polizei (-Big Band) wurde wie in den vorangegangenen Jahren Gastsänger Joe Doll hinzugeholt, der aber auch mit MCS-Big Bandsängerin Franciska Steffen einige Stücke gemeinsam zum Besten gab.

Auch die MCS-Big Band bekam während ihres Sets aus den Reihen der Polizeiband, im Übrigen alles studierte Musiker, die lediglich Uniformen tragen, weil sie im Auftrag der Polizei unterwegs sind, Verstärkung! Es macht immer wieder riesigen Spaß, mit diesen Profis zu spielen und von ihnen zu lernen!

Nach dem Set der hauseigenen Schulband mit vielen neu einstudierten Liedern aus Jazz, Rock und Film, übernahmen die Big Band des LPO unter Leitung von Hans Steinmeier sowie Sänger Joe Doll das Regiment auf der Bühne, versprühten mit ihrem Repertoir aus Big Band-Klassikern sowie aktuellen Hits im Big Band-Sound viel musikalische Spielfreude und vertrieben beim Publikum so den allerletzten Funken Novemberblues.

Zum Finale wurde es auf der Bühne richtig eng, denn dann kamen nochmal die Musiker beider Bands gemeinsam zum Einsatz und präsentierten mit den Sängern Franciska Steffen sowie Joe Doll Michael Bubles sehnsuchtsvolles "Home" sowie Aretha Franklins funkiges "Respect". Standing Ovations und laute Zugaberufe waren die Antwort eines begeisterten Publikums! Gerne mehr davon!

Wir als MCS-Musiker wünschen uns sehr, dass dann die Arbeit und das Engagement der jungen Musiker durch ein zahlenmäßig noch stärker vertretenes Publikum aus den Reihen der gesamten MCS-Gemeinde, aber auch gerne von außerhalb, gewürdigt wird. „Wo man singt (und spielt), da lass dich ruhig nieder …“, zitierten Hans Steinmeier und Joe Doll während des Konzerts. Lassen Sie sich darauf ein, schauen Sie in die glücklichen Gesichter stolzer, junger MCS-Musiker, genießen Sie entspannt einen unterhaltsamen Abend und vielleicht wird der eine oder andere von Ihnen plötzlich zum Fan „gepflegter Big Band-Musik“...

Weitere Bildervom Konzert finden Sie unter "Aus dem Schulleben" - "Fotos rund um die MCS" bzw. "Fotogalerie"

 

Bochumer Musiksommer 2019

Für gewöhnlich soll man ja aus Erfahrungen lernen... Trotzdem wurde die MCS- Big Band dieses Jahr zum erneuten Mal „Wiederholungstäter“ – und das trotz großen Polizeiaufgebots! Aber die Erfahrungen von 2015 und 2017 waren so positiv, dass die MCS-Big Band es sich einfach nicht entgehen lassen durfte, beim diesjährigen Bochumer Musiksommer erneut ein Gemeinschaftskonzert mit der Big Band des Landespolizeiorchesters NRW (Leitung Hans Steinmeier) zu geben. Tatort war die große Fiege-Bühne mitten auf dem Dr.Ruer-Platz. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und der Platz vor der Bühne füllte sich schnell. Die zahlreichen "Zeugen der Gemeinschaftstat" gingen begeistert mit und spendeten für die zuvor in einem intensiven, zweitägigen Workshop mit den Profimusikern eingeübten  „Ohrenschmäuse“ aus Jazz, Rock-, Pop- und Filmmusik eifrig Applaus. Die drei Sängerinnen der MCS-Big Band Marieke, Mara und Franziska bekamen tatkräftige Unterstützung durch Gastsänger Joe Doll.

Wer nun Lust auf mehr bekommen hat: Am 15.11.19 folgt ab 19 Uhr noch ein weiteres gemeinsames Konzert im Forum der MCS Bochum!

Big-Band Nacht 2019

Zum inzwischen sechsten Mal gab es dieses Jahr die inzwischen traditionelle "Big Band-Nacht" an der MCS Bochum. Gast war dieses Mal die "United Brass Big Band" des Gymnasiums an der Wolfkuhle Essen. Beide Big Bands sorgten dafür, dass die zahlreichen Zuhörer zwei Tage vor Beginn der Sommerferien mit bekannten und weniger bekannten Melodien aus Jazz, Rock, Pop und Kino beswingt auf den Urlaub eingestellt wurden. Die Gastband aus Essen bot ein abwechslungsreiches Programm mit einem großen Aufgebot an Instrumentalisten, Sängern und Sängerinnen sowie u.a. einem hervorragenden Solotrompeter, dessen Name Miles schon eine musikalische Verpflichtung darstellte... :-)  Die MCS-Big Band musste sich aber in keinster Weise verstecken und begeisterte das Publikum mit Stücken wie "Home", "Skyfall", "Every little thing she does is magic", " Birdland" oder "Soul man". Höhepunkt des Abends war dann aber das gemeinsam dargebotene "Long train running", ein Hit aus dem Jahr 1973 von der amerikanischen Rockband The Dobbie Brothers. Dabei wurde es für alle Musiker beider Bands auf der Bühne kuschlig eng, was sie aber nicht davon abhielt, dem Publikum mit fetzigen Tönen und einem großartigen Mundharmonika-Solo von Bandleiter Robert Maruhn zum Abschluss ebenfalls kräftig "einzuheizen". Der lang anhaltende Applaus forderte dann auch noch eine entsprechende Zugabe, bevor alle beswingt und bestens gelaunt in den lauen Sommerabend entlassen wurden. (Susanne Müller)

Freuen Sie sich schon auf die "7.Big Band-Nacht" am 17.6.2020! (verlegt auf 2021!)

 

Fotos von der diesjährige "Big Band-Nacht" finden Sie unter "Aus dem Schulleben" - "Fotos rund um die MCS" bzw. "Fotogalerie"

Tonsprünge Konzert 2019

Auch 2019 war die MCS-Big Band wieder beim jährlichen Tonsprüngekonzert im Forum der MCS dabei! Neben mutigen, musizierfreudigen Schülern der Jgst. 5-13, die in ihren Klassen und Kursen in wochenlanger Probenarbeit Lieder erarbeitet und sie auf der MCS-Bühne präsentiert haben, durfte die Big Band drei Stücke aus ihrem Repertoire darbieten und damit die Stimmung im voll besetzten Forum anheizen. Schön war's!

Presse

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