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Das Matthias-Claudius-Sozialwerk Bochum ist der Dachverband verschiedener selbstständiger Einrichtungen, die unter einer gemeinsamen Zielvorstellung arbeiten.

Die MCS-Big-Band

Music-Can-Swing

Gründer der Big Band Ralf Nachtigall interpretierte die Abkürzung MCS neu: "Music can swing". Angeregt durch einen Besuch im kanadischen Calgary hat der Musiklehrer im August 2007 an der Gesamtschule die MCS-Big-Band gegründet. Inzwischen ist die Big-Band-Besetzung aus Schülern, Eltern, Lehrern und Freunden auf ca. 30 Musiker angewachsen, und mit Hilfe des Projektes "Big Band-Nachwuchs" (siehe Infotext) kommen immer wieder neue Musiker in die Band, aber auch "Quereinsteiger" werden stets gerne aufgenommen! Im Juli 2018 hat Ralf Nachtigall nach 10 Jahren Leitungstätigkeit den Dirigentenstab an seinen Nachfolger Johannes Nebel weitergegeben. Aktuell wird die Band von Niklas Arends geleitet.

Geprobt wird immer am Montagnachmittag zwischen 16.15 Uhr und 17.30 Uhr im Musikraum 229. Mittlerweile gehören zum Repertoire z.B. Duke Ellingtons "In a mellow tone", James Browns "I feel good" und Al Jarreaus „Boogie Down“, das "Theme from New York, New York" a la Frank Sinatra und "Every little thing she does is magic" von Police sowie auch Hits wie "Happy", "Run", "Set fire to the rain", "Soul man" und "I'm so excited".

Die Big Band spielt regelmäßig bei den „Tonsprünge“-Konzerten der Schule und anderen Veranstaltungen auch außerhalb der MCS, z.B. beim Bochumer Musiksommer. Auch haben sich die "Big Band-Nacht", 2014 erstmals an der MCS organisiert und durchgeführt,ebenso wie das Konzert "Jazz against Novemberblues" inzwischen zur gern gesehenen und gut besuchten Tradition entwickelt. Weitere Informationen zu anstehenden Terminen sowie bereits stattgefundenen Veranstaltungen sind in nachfolgenden Texten zu finden.

Hierbei lädt sich die MCS-Band eine weitere Big Band (oder auch ein Orchester) ein, um gemeinsam den Konzertabend musikalisch zu bestreiten.

Ein erstes Highlight in der Bandgeschichte war der kanadisch-deutsche Workshop im April 2008, bei dem „In A Mellow Tone“ einstudiert wurde und im anschließenden, gemeinsamen Konzert mit der Big Band der kanadischen Ernest Manning High School aufgeführt wurde. Diese Big Band war mit ihren Schülerinnen und Schülern auf Deutschland-Tour und zum Konzertbesuch im Forum der MCS-Gesamtschule abgestiegen. Seitdem träumt die MCS-Big Band von einem Gegenbesuch in Kanada! :-)  Bis es soweit ist, führen die Reisen einmal im Jahr ins Naturfreundehaus Schwerte auf Bandfahrt inklusive Workshop (s.unten) . Immer ein tolles Erlebnis!

Ein besonderes Erlebnis der Band waren 2015, 2017 und 2019 jeweils die Gemeinschaftskonzerte mit der Big Band des Landespolizeiorchesters NRW. Nach drei Jahren Corona-Zwangspause folgte dann 2022 endlich ein weiteres Gemeinschaftskonzert, das seitdem wieder regelmäßig fortgesetzt wird. Im Frühjahr 2022 durfte die MCS-Big Band auch mit dem Jugendjazzorchester NRW und 2023 mit der großartigen WDR-Big Band gemeinsam auf die Bühne. Über diese Konzerte mit den Profimusikern kann man auch auf dieser Homepage nachlesen. Weitere Projekte sind in Planung und die Termine können ebenfalls der Homepage (s.unten) entnommen werden!

Zur Fotogalerie des aktuellen Konzertes gelangen Sie hier.

Aktuelle Termine

28. Februar 2024:

Teilnahme am Landeswettbewerb  "Schulen musizieren" in Münster

 

14. März 2024:

die MCS-Big Band beim Tonsprüngekonzert an der MCS

 

25. April 2024:

Auftritt bei der Examensfeier der Lehramtsstudierenden der RUB im Audimax der Ruhr-Universität Bochum

 

01. Juli 2024:

9. Big Band-Nacht an der MCS gemeinsam mit der "CSM-Big Band" (Big Band der Clara-Schumann-Musikschule Düsseldorf) unter Leitung von Romano Schubert als Gastband

 

6.-8. September 2024:

die MCS-Big Band beim Bochumer Musiksommer

 

04. November 2024:

Workshop mit Musikern des Landespolizeiorchesters NRW

 

08. - 10. November 2024:

Big Band-Fahrt ins Naturfreundehaus Schwerte und Workshop mit Musikern des Landespolizeiorchesters NRW

 

14. November 2024:

"Jazz against Novemberblues" - Gemeinschaftskonzert mit der Big Band des Landespolizeiorchesters NRW und Gastsänger ab 19 Uhr im Forum der MCS

 

20. Dezember 2024:

weihnachtliches Pausenkonzert im Forum der MCS

Was geschah in letzter Zeit?

Gemeinsam gegen den Novemberblues

Nur vier Tage nach dem Probenwochenende in Schwerte kam die Polizei noch einmal ins Haus, diesmal allerdings, um uns tatkräftig bei der Vertreibung des Novemberblues zu unterstützen. "Abgeordnet" war das Jazz-Ensemble des Landespolizeiorchesters NRW unter Leitung von Hans Steinmeier. Nach bereits vielen gemeinsamen Konzerten in den vergangenen Jahren sind diese Musiker Stammgäste an der MCS.

Die Gäste ließen der MCS-Big Band den Vortritt, unterstützten aber einige Instrumentengruppen, weil MCS-Musiker beim Konzert nicht mitspielen konnten. Für Niklas Arends als neuen Bandleiter war es das erste Konzert an der MCS, aber er dirigierte seine Band souverän durch ihr Set, und möglicherweise vorhandenes Lampenfieber war nicht spürbar. Die Big Band zeigte, was sie beim Workshop und am Wochenende in Schwerte intensiv geprobt hatte und konnte das Publikum damit bestens unterhalten. Stücke wie "New York, New York", "Wade in the water", "Moton swing" oder "Welcome to the jungle" brachten Abwechslung, und Soli auf den verschiedensten Instrumenten wurden vom Publikum ebenso begeistert mit Applaus honoriert wie die beeindruckende Stimme von Frida bei "Blue skies" und "Feeling good".

Wer dann immer noch einen Rest von Novemberblues verspürte, wurde ihn nach der Pause beim musikalisch und therapeutisch großartigen Set des Jazz-Ensembles endgültig los. Die Musiker um Hans Steinmeier eröffneten Polizei-gerecht rasant mit der bekannten "Tatort"-Titelmusik, heizten dem Publikum mit "Lucky day" und "Jump" ein, brachten es mit "A million dreams" aus dem Film "The greatest showman" zum Träumen und mit dem Gute-Laune-Song "Can't stop the feeling" zum Tanzen.

Bevor sich die Zuschauer mit diesen guten Gefühlen leichten Fußes auf den Weg nach Hause machen durften, gab es noch eine gemeinsame Zugabe der MCS-Big Band mit dem Jazz-Ensemble des LPO. Das Lied "We are familiy" passte perfekt, denn die Gäste sind nach so vielen Jahren der Zusammenarbeit ein wichtiger Teil der MCS-Family geworden, den wir auf keinen Fall mehr missen möchten! Wir freuen uns daher schon sehr auf den nächsten "Novemberblues" am 14. November 2024!

(Susanne Müller)

Auf zum Proben in den Schwerter Wald!

Und plötzlich war es wieder Herbst und Zeit für das jährliche Probenwochenende im Naturfreundehaus Ebberg in Schwerte...

Mit dem Herbstwind kam auch ein neuer Bandleiter in die MCS-Big Band geweht. Niklas Arends kam gerade richtig, um mit unserer Band auf das Probenwochenende zu fahren. Diese drei Tage sind jedes Mal sehr arbeitsintensiv, effektiv und zum Kennenlernen der Bandmitglieder bestens geeignet - sowohl auf musikalischer als auch persönlicher Ebene. Für einen neuen Leiter sicherlich drei herausfordernde Tage, aber Niklas Arends nutze die Zeit für sich und die Musiker, so dass die Band am Ende wieder ganz deutliche Fortschritte verzeichnen konnte. Waren die offiziellen Proben abends beendet, gab es ausreichend Gelegenheit für Jam-Sessions, Tanzeinlagen, Spiele und gemütliches Beisammensein. Da ging das Namenlernen wie von selbst.

Musikalische Unterstützung bekam Niklas Arends am Samstag von sechs Musikern des Landespolizeiorchesters (LPO) NRW, die eigens für einen Workshoptag nach Schwerte anreisten. Zunächst probten sie mit uns in den einzelnen Stimmgruppen, damit im Anschluss alles in der Tuttiprobe zu einem großen Klangbild zusammengefügt und aufeinander abgestimmt werden konnte. Hans Steinmeier als Leiter der Tuttiprobe hörte auch den kleinsten Fehler und ließ gerne wiederholen, bis das Ergebnis stimmig war. Zum Glück gab es dabei in den Stimmgruppen noch etwas musikalische Unterstützung durch die Profis, was viele Bandmitglieder dazu animierte, sich in Laustärke als auch Spieltechnik noch einiges abzuschauen und dies auch unmittelbar umzusetzen.

Nach drei Probentagen war die MCS-Big Band bestens für das unmittelbar in der folgenden Woche anstehende Konzert "Jazz against Novemberblues" mit dem Jazzensemble des Landespolizeiorchesters NRW vorbereitet und konnte aus dem Schwerter Wald wieder zurückkehren ins Getümmel der Großstadt Bochum...

(Susanne Müller)

 

Bochumer Musiksommer 2023 - Musik - Sommer - Sonnenschein...

... von allem gab es reichlich am Samstag, den 26.8.23. Nach einem verregneten Freitag zeigte sich am Samstag das Wetter von seiner besten Seite und lockte zahlreiche Zuschauer vor die Fiege-Bühne in der Bochumer Innenstadt. Dort spielte auch in diesem Jahr wieder die MCS-Big Band eine volle Stunde lang beim "Bochumer Musiksommer" und präsentierte all die Stücke, die im letzten Jahr, und ganz besonders an den beiden Workshoptagen in der Woche vor dem Musiksommer, einstudiert worden waren. Der Workshopleiter Peter Brand, der MCS-Big Band durch viele vorangegangene Workshops bereits bestens bekannt, übernahm auch das Dirigat beim Musiksommer und leitete die Musiker sicher durch ihr Repertoire aus Jazz, Funk, Rock und Pop. Beim Publikum kam die Musik gut an, so dass nach knapp 60 Minuten die eingeforderte Zugabe mit  "Uptown funk" auch noch unverzüglich geliefert wurde.

Es hat den MCS-Musikern wieder viel Spaß auf der Fiege-Bühne gemacht, und wir freuen uns schon auf den "Bochumer Musiksommer 2024" - dann mit neuen Stücken!

(Susanne Müller)

160 Jahr-Feier der SPD...

.... und die MCS-Big Band war als musikalischer Akt geladen.

Die Einladung ergab sich direkt im Anschluss an den Festakt des VDK, wo die MCS-Big Band Anfang Juni spielte. Serdar Yüksel, SPD-Abgeordneter im Landtag NRW, hatte unser Beitrag so gut gefallen, dass er uns direkt für die bevorstehende 160 Jahr-Feier der SPD am 19. August 2023 im Bergbaumuseum engagierte. Dort eröffneten wir die Veranstaltung und rahmten mit unserer Musik gleichzeitig auch die Rede von Peer Steinbrück, ehemaliger Nordrhein-westfälischer Ministerpräsident und Gastredner des Festaktes, ein. Es wurde viel geredet, gefeiert sowie diskutiert, und die MCS-Big Band lockerte das Programm mit z.B. "Pennsylvania 6-5000" und "Five spot after dark" beswingt auf. Auch den Abschluss durften wir gestalten, hier mit einem Lied, das sich die SPD eigens für ihr Fest gewünscht hatte und das alle mitsingen konnten, weil es im Ruhrgebiet in (fast) aller Munde ist: das "Steigerlied". Mitgesungen haben dann auch alle im Saal, manche verhalten, manche freudig und textsicher. Die letzte Strophe wurde, wie es sich gehört, im Stehen gesungen - ein Gänsehautmoment.

Nach der Veranstaltung gab es noch Zeit für einen kurzen Plausch mit Peer Steinbrück, der sich zur Erinnerung an diesen Tag auch gerne extra noch mit einigen unserer Musiker fotografieren ließ.

(Susanne Müller)

8. Big Band-Nacht - diesmal bigger than big

Ein musikalisch ereignisreiches Schuljahr liegt hinter der MCS-Big Band, und woran merkt man, dass das Schuljahr sich nun langsam seinem Ende entgegen neigt? Richtig! Die traditionelle "Big Band-Nacht" steht im Terminkalender - dieses Jahr am Montag, den 19.Juni 23. Natürlich gab es auch wieder eine Gastband, die dem Begriff "Big Band" alle Ehre machte, aber dazu später mehr.

Eröffnet wurde die "8.Big Band-Nacht" von der "Jungen Big Band" der MCS. Die Nachwuchsmusiker zeigten direkt zu Beginn mit der einst durch das Quintett von Julian "Cannonbal"l Adderley bekannt gewordenen Jazz-Komposition  "Mercy, Mercy, Mercy", was sie im vergangenen Schuljahr einstudiert hatten und versetzten das Publikum unmittelbar in die richtige Stimmung. Mit dem funkigen Stück "Trumpets with additude" setzte die "Junge Big Band" danach noch einen obendrauf, und nicht nur die Trompeten bewiesen, dass sie sich schon wie angehende Profis fühlen.

Unmittelbar nach der "Jungen Big Band" betrat die "MCS-Big Band" die Bühne und präsentierte unter der Leitung von Philipp Sauer ihr aktuelles Repertoire. Dabei begann sie, wie man von den beiden Moderatoren des Abends Sydney und Emil, erfuhr, passend zum "Garfield-Tag in den USA mit dem soliden Swing-Stück "Fat cat". Im Anschluss entführte die Band das Publikum mit dem Lied "Five spot after dark" in den Jazzclub "Five spot" in New York Citys East Village, und blieb auch mit den Stücken "Blue Skies", "Pennsylvania 6-5000" und "In the mood" beswingt dem Jazz treu. Perfekt für den nahenden Sommer(ferien)anfang erklang der weltbekannte und meistinterpretierte Evergreen "Summertime" von der Bühne. Aber damit die Zuhörer mit diesem bluesigen Wiegenlied nicht zu sehr den Blues bekamen, wurde es mit dem rockigen Police-Hit "Every thing she does is magic" anschließend wieder wachgerüttelt, so dass bei der Zugabe "Birdland", ein Song voller Energie, der für die Liebe zum Jazz und für die Wertschätzung der im Jazzclub "Birdland" entstandenen Musik wirbt, wieder alle Hände und Beine zum Einsatz und in Bewegung kommen konnten.

Nach der Pause zeigte die Bigband vom Josef-Albers-Gymnasium in Bottrop ihr Können. Sie bewies mit ihren 35 Musikern (von insgesamt 45!), dass sie zurecht die Bezeichnung "Big Band" verdient. Aber auch das Repertoire der Band war "big" sowie vielseitig, und das Publikum wurde mit Titeln wie "Billy Jean", "Bad romance", "The chicken", "Sing, sing, sing", einem Queen-Medley oder dem Titelsong aus dem Film "Rocky" mal rockig und mal jazzig kurzweilig unterhalten. Dabei wurden die Zuhörer von Bandleiter Holger Klaus bei zahlreichen Liedern aktiv einbezogen und zu "Moves like Jagger" animiert. Bei der Funknummer "Uptown funk" blieb dann niemand mehr auf den Stühlen sitzen, und der ganze Saal bewegte sich rhythmisch nach einer eigens mit Holger Klaus zuvor einstudierten Choreographie, was sowohl vor als auch auf der Bühne bestens ankam.

Aber auch der unterhaltsamste Abend neigt sich einmal seinem Ende entgegen. Bevor sich allerdings alle auf den Heimweg machten, wurde es noch einmal so richtig voll auf der Bühne, und wir wissen nun, dass die Bühne ein riesiges Fassungsvermögen besitzt. Fast 60 Musiker aus beiden Big Bands versammelten sich dicht an dicht auf der Bühne, um das Publikum gemeinsam mit "Tequila" gestärkt und musikalisch angeheitert in die laue Sommernacht zu entlassen. Für beide Bands stand im Anschluss an das Konzert definitiv fest, dass es nicht der letzte gemeinsame Abend war. Wir freuen uns auf mehr!

(Susanne Müller)

Wir feierten mit! 75 Jahre Sozialverband VdK NRW

Man muss die Feste bekanntlich feiern wie sie fallen, und am 3.Juni 23 gab es in Bochum einen besonderen Anlass zum Feiern! Die MCS-Big Band war mit von der Partie..!

1948 wurde der Sozialverband VdK in Bochum gegründet, um nach dem 2.Weltkrieg Bedürftige, vor allem Kriegshinterbliebene und Kriegsbeschädigte, zu unterstützen. Inzwischen ist er mit ca. 2,2 Mio. Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands und vertritt die Interessen der Rentner, Pflegebedürftigen, Menschen mit Behinderung, Arbeitslosen sowie Kriegs- und Unfallopfer. Am 3. Juni 2023 feierte der Sozialverband VdK in der Turbinenhalle der VdK-Gründerstadt Bochum nun sein 75-jähriges Bestehen, und unsere MCS-Big Band durfte den Festakt musikalisch gestalten. Zur Eröffnung und auch zwischen den einzelnen Reden von Gaby Schäfer (Bürgermeisterin Bochum), Horst Vöge (Vorsitzender des VdK), Karl-Josef Laumann (Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW) und Verena Bentele (Präsidentin des Sozialverbandes VdK) sorgte die Band u.a. mit Glen Miller-Melodien für eine „beswingte“ Stimmung bei den ca. 300 geladenen Gästen. Das kam beim Publikum sehr gut an, die MCS-Big Band und die Matthias-Claudius-Schule erhielten von allen Seiten viel Lob sowie Anerkennung, und auch die MCS-Big Band hatte viel Spaß an ihrem Auftritt während des Festakts.

Herzlichen Dank dem Sozialverband VdK für das Engagement und das besondere Erlebnis!

 

Hier noch der Youtube-Link zum aufgezeichneten Festakt (die ersten 8Min. sind leider Leerlauf und können übersprungen werden).
https://www.youtube.com/watch?v=m1DTjv9e7nU

 

(Susanne Müller)

 

Copyright der nachfolgenden Fotos vom Festakt: www.eventfotograf.in

Tonsprüngekonzert 2023

Lange mussten wir auf eine Fortsetzung warten, aber nach 3 Jahren Pause gab es endlich wieder ein "Tonsprüngekonzert" an der MCS. Neben mutigen, musizierfreudigen Schülern der Jgst. 5-13, die in ihren Klassen und Kursen in wochenlanger Probenarbeit Lieder erarbeitet und sie auf der MCS-Bühne präsentiert haben, durften diesmal alle vier MCS-Big Bands auftreten!

Die Schüler der Mini-Big Band 5 sowie der Mini-Big Band 6 betraten zum allerersten Mal als Band die MCS-Bühne und zeigten als Eröffner des bunten Abends souverän, was sie bereits auf ihrem Instrumenten bzw. als Band gelernt haben und gaben die Richtung für ein musikalisch abwechslungsreiches Programm vor.

Bevor die MCS-Big Band nach der Pause drei Stücke aus ihrem Repertoire dargeboten und damit die Stimmung im voll besetzten Forum erneut angeheizt hat, durfte aber erst noch die Junge Big Band ihr neustes Lied zum Besten geben. Schön war's!

Ein paar Bilder von den Auftritten der vier Big Bands beim Konzert finden Sie hier direkt im Anschluss.

(Susanne Müller)

Workshoptag mit der WDR-Big Band im Kölner Funkhaus

Knapp über eine Woche ist es her, dass die WDR-Big Band bei uns an der MCS zu Gast war und mit uns zusammen ein Schulkonzert gespielt hat. Nun ist es Zeit für den Gegenbesuch in Köln, denn zum Projekt "Jazz@school" gehört neben dem Konzert auch noch ein Workshoptag mit den Musikern der WDR-Big Band. Pünktlich, etwas aufgeregt und neugierig auf das, was uns erwarten wird, stehen wir mit unseren Instrumenten und Noten vor dem WDR-Funkhaus am Wallrafplatz. Instrumente und Noten können wir aber zunächst einmal mit den Jacken in der Garderobe verstauen, denn bevor wir arbeiten müssen, ist erst einmal die WDR-Big Band damit dran. Eigens für die Musiker der "Gewinnerschulen" spielt sie ein Konzert, kurzweilig von John Goldsby, dem Bassisten der Band, moderiert. Im Repertoire stehen diesmal ausnahmslos Stücke aus der musikalischen Feder von Bandleiter Torsten Maaß, der verrät, dass er bereits als Jugendlicher an seiner Schule mit dem Komponieren begonnen hat. Mal mit flotten Jazzrhythmen, mal eher romantisch, mal im zünftigen New Orleans-Stil und zum Abschluss mit einem interessanten Arrangement des Liedes "when the saints go marching in" sind die ca.45 Minuten gut gefüllt und leider viel zu schnell vorbei. Andererseit sind wir ja auch hier, um selber spielen zu können, gecoacht von Musikern der WDR-Big Band. Unsere Coaches sind keine Geringeren als der Chef Torsten Maaß selbst sowie der Saxophonist Martin Gasser. Gemeinsam begleiten sie uns ins Studio 4, DEM hauseigenen Studio der WDR-Big Band. Hier ist alles groß und hoch, die Trompeter stehen erhöht auf einem Podest, die Posaunisten sitzen - mit Schallschutzplatten extra etwas von ihnen abgeschirmt - davor. Vor ihnen dürfen die Saxophonisten an den Pulten der WDR-Musiker Platz nehmen, die alle mit reichlich Aufnahmetechnik und Kopfhörern sowie Mikrophonen versehen sind. Da kommt langsam etwas Ehrfurch auf und die einzelnen Gespräche werden immer leise...

Als dann auch die Rhythmusgruppe ihre Instrumente positioniert hat, kann es los gehen. Zu Beginn geben wir "Mood indigo", eine sehr langsame Jazznummer, zum Besten. Man kann die Aufregung der MCS-Musiker spüren und auch hören, aber mit jedem Tipp durch die Profis und mit jeder Wiederholung des Liedes werden Stimmung und Hände lockerer. Torsten Maaß ist begeistert von unserem Miteinander und unserer Liedauswahl, da er von Schulbands oft sehr schwierige Arrangements (nicht immer schön) dargeboten bekommt (Zitat). Deshalb lassen wir als nächstes Stück "Fat Cat" hören, ein Swing-Jazzstück mit Soloparts. Auch hierfür gibt es wieder diverse Hinweise zur Umsetzung, vor allem zur Dynamik bei einzelnen Passagen, von Torsten Maaß und Martin Gasser. Beide sind sehr vom Sound unserer MCS-Big Band angetan und sparen nicht mit Lob. Da noch ein klein wenig Zeit ist und die MCS-Musiker etwas "aufgetaut" sind, trauen wir uns noch, "Morocco" vorzuspielen, ein Lied, das wir schon länger im Programm haben, das aber immer noch ausbaufähig ist.

Die 90 Minuten vergehen wie im Flug, und gerne wären wir auch länger geblieben. Ein besonderes Erlebnis ist zu Ende, aber Torsten Maaß verabschiedet uns mit den Worten: "Nächstes Jahr komme ich sehr gerne wieder." Ob das so einfach ist, wird sich zeigen, denn die Warteliste auf ein "Jazz@school"-Konzert ist lang, aber mit dieser Aussage vom Chef bleiben wir erst recht am Ball und bewerben uns erneut.

Übrigens wurden wir den gesamten Workshoptag über von Reporterin Marlene Hammer begleitet, die über "Jazz@school" und eigens unsere MCS-Big Band eine Reportage erstellte. Zu hören war diese bei WDR3. Über diesen Link gelangt man zu dem sehr netten Beitrag mit Interviews von Frida und Lasse sowie einigen Hörsequenzen unserer Schulband:

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-tonart/audio-schueler-lernen-von-der-wdr-big-band-100.html

(Susanne Müller)

Jazz@school - Konzert mit der WDR-Big Band an der MCS

Ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich die Big Band das erste Mal für das "Jazz@school"-Projekt angemeldet habe, aber es ist schon ein paar Jahre her. Seitdem wurde die Registrierung Jahr für Jahr wiederholt, aber nie klappte es. Die Warteliste für ein Konzert mit der WDR-Big Band ist halt seeeeehr lang.... 2019 wurden wir immerhin zu einem Workshop mit Musikern der WDR-Big Band nach Köln eingeladen. Das war auch schon sehr aufregend und für viele Musiker unserer Schulband ein einmaliges, bleibendes Erlebnis. Trotzdem galt es, sich hartnäckig weiter um ein "Jazz@school"-Konzert zu bewerben.

Mitte November letzten Jahres kündigte sich dann plötzlich der Inspizient der WDR-Big Band an, um sich die Gegebenheiten der MCS anzuschauen und nur einen Tag später hatten wir die Zusage, dass unsere MCS-Big Band eine von insgesamt nur vier Schulbands ist, die 2023 in den Genuss eines "Jazz@school"-Konzertes inklusive Workshoptages mit der WDR-Big Band kommen wird. Die Freude war nicht nur bei den Musikern unserer MCS-Big Band sehr groß, sondern auch bei Schülern, Kollegen und Eltern der MCS! Es ist schon etwas ganz besonderes, diese großartige Big Band, die bereits zahlreiche Grammys gewonnen und 2023 für den nächsten Grammy nominiert ist und die immer wieder mit namenhaften, nationalen und internationalen Jazzgrößen weltweit auf der Bühne steht, im Haus zu haben!

Am Donnerstag, den 19.Januar 2023, war es dann endlich soweit! Ausgerechnet an diesem Tag war es bitter kalt, es schneite und die Straßen waren glatt, aber der Tourbus mit den WDR-Musikern bahnte sich tapfer seinen Weg von Köln nach Bochum und auch durch die Vonovia-Baustellen vor der Haustür der MCS. Pünktlich um 13 Uhr konnte das Konzert beginnen. Das Forum war mit den Schülern fast aller Jahrgangsstufen, mit Lehrern und mit Gästen von außerhalb so voll wie schon lange nicht mehr bei einem Big Band-Konzert. Die MCS-Big Band eröffnete das Konzert als "Vorband" der WDR-Big Band. Es war ein tolles Spielerlebnis vor so vielen Menschen unter Benutzung des Equipments der WDR-Big Band. Gerne hätten wir den Musikprofis und Zuschauern noch ein paar Stücke mehr aus unserem Repertoire dargeboten, aber nach drei Liedern wurde gewechselt und die WDR-Big Band bezog ihre Plätze auf der Bühne. Die Umbaupause wurde mit einem kurzweiligen Interview, das der Moderator Jonathan Löffelbein mit Frida und Lasse von der MCS-Big Band führte, überbrückt. Jonathan Löffelbein führte auch durch das Set der Gäste, befragte Bandleiter Torsten Maaß sowie einige WDR-Musiker zu ihrem musikalischen Werdegang und gab mit dem Song "Minigolf" außerdem selbst eine Kostprobe seines musikalischen Könnens. Star des Konzerts war aber fraglos die WDR-Big Band. Sie bot Schüler-freundlichen Jazz und zeigte, was man mit viel Talent und sehr viel Üben als Musiker und als gesamte Band leisten kann. Mal langsam, mal in einem wahnsinnig schnellen Tempo wurden von der WDR-Big Band Stücke wie z.B. "Speak Low" präsentiert und mit zahlreichen, großartigen Soli gewürzt. Da wurden die Ohren und Augen vor allem bei vielen Musikern unserer Schulband sowie der (heimliche) Wunsch, sein Instrument auch so toll beherrschen zu können, immer größer. Schön war, dass sich die WDR-Musiker offen für die Schüler zeigten und Schlagzeuger Hans Dekker die Zuschauer aktiv einbezog und ihr rhythmisches Können abfragte, indem er Rhythmen vorgab und sie nachklatschen ließ. Das kam gut an und heizte die Stimmung im Forum an. So hätte man noch länger der WDR-Big Band lauschen können...

Leider geht auch das schönste Konzert einmal zu Ende, die Schüler gingen wieder in ihre Klassen, die Bühne wurde abgebaut, das gesamte Equipment in den (beheizbaren!) Transportern verstaut und die Musiker der WDR-Big Band suchten sich im Tourbus ihren Platz, nachdem sie sich noch am Buffet, von dem sie sehr begeistert waren, gestärkt hatten. Für unsere MCS-Big Band blieb die Aufregung um ein großartiges Konzerterlebnis mit der WDR-Big Band sowie die Vorfreude auf den noch bevorstehenden Workshoptag mit ihr im Kölner Funkhaus anderthalb Wochen später.

(Susanne Müller)

Auf ein Neues - auf zur Bandfahrt 2023!

Direkt am Tag nach dem "Novemberblues-Konzert" haben wir unser Ränzlein geschnürt, Musiker, Instrumente und Zubehör in den Autos verstaut und sind zu unserem jährlichen Probenwochenende ins Naturfreundehaus Schwerte aufgebrochen. Die Vorfreude war wieder groß, denn neben den intensiven Proben bleibt immer noch genügend Zeit für Spielabende, Tanzeinlagen, Jamsessions, Spaziergänge, "Handyinspektionen", Plaudereien, Geburtstagsfeiern und natürlich auch musikalische Fachsimpeleien. Da wird schon gerne mal in einer Pause auch ein bisher unbekanntes Instrument ausprobiert und mit dem eigenen verglichen oder man erhält einfach nur Tipps aus der eigenen Stimmgruppe. Aber da bekanntlich "nach dem Konzert vor dem Konzert" ist, wurde sehr viel Zeit auf das gemeinsame Üben gelegt und unser neuer Bandleiter Philipp Sauer bekam genügend Gelegenheiten, sich mit der Band und deren bisherigen Repertoire vertraut zu machen, aber auch eigene, neue Stücke "ins Spiel" zu bringen. Dieses Mal weihnachtete es bei den Proben sehr, denn auch wenn erst November war, so rückten schon die nächsten Auftritte beim Weihnachtsbasar der MCS sowie beim Adventskonzert des Stadtteils Bochum-Südwest in greifbare Nähe. Deshalb wurde intensiv der musikalische Wunsch geäußert: "Let it snow" und das Gefühl "I'm dreaming for a white Christmas" ließ in Form eines Arrangements nicht lange auf sich warten. Schade eigentlich, dass unser Spiel nicht wirklich den Schnee aus den Wolken über Schwerte hervorgelockt hat, aber das hätte wohl nur vom Üben abgelenkt. Und so schneite es nur immer besser werdende Töne und Soli im Probenraum, was sich bei den nächsten Konzerten deutlich bemerkbar machte.

Die drei Probentage in Schwerte waren wieder intensiv und fordernd, aber effektiv und wie immer eine perfekte Gelegenheit, den Zusammenhalt in der Band und deren Zusammenspiel zu verbessern. Die Fahrt für 2023 ist bereits gebucht!

(Susanne Müller)

Endlich wieder - Die Polizei is in the house!

Es gibt nicht immer Grund zur Freude, wenn die Polizei - noch dazu in höherer Zahl - anrückt, da meist ein unschöner Anlass dahintersteckt. Nicht so im November 2022 an der MCS! Wir haben uns über die Herren in Uniform riesig gefreut, denn es handelte sich um die Berufsmusiker des Landespolizeiorchesters NRW. Drei lange Jahre mussten wir auf Grund der Corona-Pandemie auf ihren erneuten musikalischen "Einsatz" an der MCS warten, um endlich wieder gemeinsam "Jazz against Novemberblues" spielen zu können. Diesmal rückte nicht die Big Band, sondern das "Jazz-Rock-Pop-Ensemble" (JRP) des Landespolizeiorchesters an. Wenn auch zahlenmäßig deutlich kleiner besetzt als eine Big Band, so ließen sie es an Energie und Spielfreude in keinster Weise mangeln.

Für die Profis bot die MCS nach 3 Jahren das erste Mal wieder die Gelegenheit, "Schulluft" zu schnuppern, und dies gleich an zwei Tagen kurz nacheinander. Zunächst gab es am Montag einen Workshoptag, an dem die Musiker der MCS-Big Band in ihren jeweiligen Stimmgruppen intensiv und v.a. effektiv von den studierten Musikern gecoacht wurden, um anschließend die Ergebnisse in einer Tuttiprobe zusammenzutragen. Hans Steinmeier, der diese Probe leitete, achtete dabei auf viele Feinheiten, ließ mehrmals Passagen wiederholen und gab so dem Gesamtbild den letzten Schliff. Drei Tage später, am Donnerstagabend, konnte dann das Ergebnis beim Konzert "Jazz against Novemberblues" dem zum Teil von weither angereisten Publikum präsentiert werden. Erst alleine, dann mit Verstärkung der Bläser der MCS-Big Band durch die LPO-Profis, wurden aktuelle Stücke wie "Morocco" oder "One note samba" dargeboten und die Zuhörer anschließend auf eine kleine Reise vom berühmten Stadtteil und Strand Ipanema in Rio de Janeiro („Girl from Ipanema“) ins New Yorker Hotel "Pennsylvania", das viele Jahre lang unter der Telefonnummer 6-5000 erreichbar war, geschickt. Glen Miller verewigte dieses Hotel einst im gleichnamigen Stück „Pennsylvania 6-5000“. Mit dem ebenfalls durch Glen Miller bekannt gewordenen Lied „In the mood“ wurde das Publikum wortwörtlich „ in die richtige Stimmung“ versetzt und konnte bei „Mood indigo“ kurz entspannen, bevor es zum Abschluss des Sets der MCS-Big Band mit „Welcome to the jungle“ im oft von Drogen, Alkohol und der Suche nach Ruhm und Erfolg geprägten, alltäglichen Leben von Los Angeles begrüßt wurde. Die beiden Moderatoren Emil und Matteo begleiteten die Zuschauer und die Bands dabei gut aufgelegt, kurzweilig und mit vielen kleinen, interessanten Geschichten zu den einzelnen Liedern sowie zur Geschichte der Band durch den gesamten Abend und sorgten so für zusätzliche Unterhaltung.

Wer nach der MCS-Big Band möglicherweise immer noch einen leichten Novemberblues verspürte, der wurde ihn im Set des JRP endgültig los. Nachdem das Ensemble zunächst einmal mit der „Tatort“-Musik und rasanten Solos auf allen vorhandenen Instrumenten einheizte und die polizeiliche Herkunft klarstellte, hatte Bandleiter Hans Steinmeier extra Lieder herausgesucht, die zum Feiern animierten. So konnten die sieben Musiker und Gastsänger Joe Doll z.B. mit dem Kool& the Gang-Hit „Celebration“ die Stimmung im Forum noch mehr steigern, um am Ende des Sets mit „Feeling good“ klarzustellen, dass sie ebenfalls einen tollen Abend verlebt haben und sicherlich gerne – und hoffentlich nicht erst wieder in drei Jahren - wiederkommen. Schließlich sind sie in den letzten Jahren doch ein Teil der „MCS-Family“ geworden, was zum Ende des Konzerts mit dem gemeinsamen Lied „We are family“ auch so kundgetan wurde.

Verabschieden mussten wir uns mit diesem Konzert allerdings leider von unserem Bandleiter David Bernds, der nach einem Jahr an der MCS nun sein Referendariat an einer Schule in Oberhausen begonnen hat und somit aus zeitlichen Gründen seine Bandarbeit an der MCS aufgeben musste. Vor einem Jahr gab er beim „Novemberblues“ seinen Einstand, an diesem Novemberabend schloss sich der „MCS-Kreis“ für ihn. Glücklicherweise haben wir schnell Ersatz im Saxophonisten Philipp Sauer gefunden, der Erfahrung in Bandleitung mitbringt und von nun an die Geschicke der MCS-Big Band (ebenso wie die der „Jungen Big Band“ der MCS) leiten wird. Willkommen in der Band!

(Susanne Müller)

Bilder vom Konzert folgen!

Ein Sommer voller Musik - Bochumer Musiksommer 2022

Erst kürzlich wurde in den Medien darüber berichtet, dass die "Live-Unterhaltungsbranche in einer tiefen Krise steckt" und immer wieder Tourneen, Konzerte oder andere Live-Veranstaltungen abgesagt werden müssen, wodurch nicht nur die Künstler selbst, sondern auch Techniker, Caterer, Roadies und viele andere betroffen sind. Gründe dafür sind u.a. Coronaerkrankungen, ein verändertes Freizeitverhalten des Publikums in Coronazeiten und die steigende Inflation.

Um so schöner war es, dass Bochum Marketing trotz allem den "Bochumer Musiksommer" nach zwei Jahren Zwangspause nun 2022 wieder hat stattfinden lassen und die MCS-Big Band am 27.8.22 wieder live auf der Fiege-Bühne dabei sein durfte. Als "Urgestein" des "Musiksommers" wurden wir vom Moderator angekündigt, und vor der Bühne fanden sich zahlreiche treue Fans unserer Big Band ein, aber auch viele neugewonnene und spontan begeisterte Musiksommerbesucher. Unter der Leitung von Gastdirigent Johannes Nebel, einst Leiter der MCS-Big Band, präsentierte die Band 45 Minuten lang ihr aktuelles Repertoire. Gestartet wurde mit dem Fusionstück "Morocco" von "The Rippingtones", einer Mischung aus Jazz und Rock, gefolgt von Antonio Carlos Jobim's "One note samba", dem Bossa Nova "Soul Bossa Nova" und den Discorhythmen von "We are familiy". Mit "In a mellow Tone von Duke Ellington und dem Glen Miller-Hit "Pennsylvania 6-5000" wurde das Publikum zum Swingen gebracht, und die beiden Sängerinnen Lina und Frieda sorgten mit "Valerie" und "Don't know why" für musikalische Abwechslung. Dem Publikum hat's gefallen und forderte spontan eine Zugabe ein. Dieser Forderung kam die MCS-Big Band nur zu gerne nach, denn es machte wieder riesigen Spaß, auf einer Bühne zu spielen und zu zeigen, was in den letzten Wochen und Monaten im Verborgenen erarbeitet wurde. Vielleicht wurde der eine oder andere Besucher ja dazu animiert, nun wieder öfters ein Kulturevent zu besuchen, Musik zu genießen und gleichzeitig die Musikbranche zu unterstützen. Dann ist ein "kultureller Winter" auch nicht in Sicht!

Die 45 Minuten auf einer Bühne waren leider viel zu schnell vorbei, und gerne kommen wir 2023 wieder auf die "Musiksommer"-Bühne zurück!

(Susanne Müller)

7. Big Band-Nacht - das Warten hat sich gelohnt!

Das "verflixte 7. Jahr (Mal)" hat lange auf sich warten lassen, aber nach 3 Jahren Zwangspause war sie dann endlich da: die " 7. Big Band-Nacht" an der MCS!

Auch bei dieser "Big Band-Nacht" gab es in bewährter Tradition eine Gastband, diesmal vom fernen Niederrhein, genau genommen vom Luise-von-Duisberg-Gymnasium Kempen, angereist. Wer Stammgast der "Big Band-Nacht" ist, konnte sich bestimmt erinnern, Bandleiter Markus Türk bereits einmal auf der MCS-Bühne gesehen zu haben, denn er war 2016 schon einmal mit einer seiner Big Bands zu Gast an der MCS. Dieses Jahr hatte er die "Jubi Big Band" mitgebracht. Sie ist eine der Bands des "Big Band-Projekts", das von Markus Türk am Kempener Gymnasium ins Leben gerufenen wurde. Dieses Projekt wurde in diesem Jahr mit dem "WDR Jazzpreis Nachwuchs" ausgezeichnet. Eine gute Wahl, denn die "Jubi-Big Band" legte zünftig vor und unterhielt das Publikum mit bekannten Jazz- und Pop-Stücken wie "I heard it through the Grapevine", "Chattanooga Choochoo" oder "Viva la Vida".

Das "Big Band-Projekt" von Markus Türk war die Vorlage des vor einigen Jahren an der MCS aufgebauten Projekts "Big Band-Nachwuchs". Erstmals seit ihrer Gründung traten nun die Musikerinnen und Musiker der "Jungen Big Band" der MCS Bochum bei einer "Big Band-Nacht" auf und waren entsprechend aufgeregt. Die Aufregung war aber gar nicht nötig, denn auch diese Band unterhielt das Publikum bestens und bekam viel Applaus. Hoffentlich ein Ansporn weiterzumachen, um eines baldigen Tages in der "großen" MCS-Big Band mitspielen zu können.

Die MCS-Big Band trat nach einer kurzen Umbaupause, in der sich die Zuschauer zahlreiche Fotos von Workshops und Konzerten der MCS-Big Band aus den letzten 15 Jahren ansehen konnten, auf. Alle guten Dinge sind schließlich drei (Bands). :-)  Musikalische Unterstützung bekam die Trompetenfraktion der Band netterweise durch Markus Türk, der nicht nur Bandleiter, sondern auch Berufsmusiker an der Trompete ist, und spontan für die fehlende 1.Trompete einsprang. Obwohl die MCS-Big Band durch drei Coronafälle leicht dezimiert war, hat auch sie ihr Set souverän präsentiert und anspruchsvolle Jazz-Stücke wie "Morocco" von den Rippingtons, "Don't you worry about a thing" von Stevie Wonder oder das durch Amy Winehouse bekannt gewordene Lied "Valerie" zum Besten gegeben. Zwischen den Stücken erfuhr man durch die beiden, kurzweilig durch "die Nacht" führenden Moderatoren Emil und Jurek auch so manch Wissenswertes über das jeweils folgende Lied, z.B. dass die Glen Miller-Band während ihres Aufenthalts im New Yorker Hotel "Pennsylvania" im bekannten Swing-Standards "Pennsylvania 6-5000" die Telefonnummer des Hotels vertonte...

Krönender Abschluss der Big Band-Nacht war die Fussion von "MCS-Big Band" und  "Jubi-Big Band" zu einer Big-Big-Big Band, die mit "Gimme some lovin" von The Spencer Davis Group das Publikum ein letztes Mal an diesem Abend von den Sitzen pustete und in Tanzbewegung versetzte. Sicherlich nicht zum allerletzten Mal, denn Traditionen lassen sich nicht so leicht unterkriegen - auch nicht von Corona! Und so freuen wir uns auf die "8. Big Band-Nacht" 2023!

(Susanne Müller)

"Big Band-Fieber" im Forum der MCS

Normalerweise ist Fieber nichts Schönes und in der Regel mit einer Krankheit verbunden. Davon hatten wir in den letzten zwei Jahren wahrlich genug! Nun ist aber am Abend des 07.April 2022 an der MCS ein Fieber ausgebrochen, das unter den zahlreichen Gästen im Forum sehr schnell um sich griff und in allerkürzester Zeit alle infizierte - das "Big Band-Fieber"! Hochansteckend, aber absolut ungefährlich! Es handelte sich lediglich um das Motto des Gemeinschaftskonzerts der MCS-Big Band und des JugendJazzOrchesters NRW, das sich unsere Schulband als Gastband eingeladen hatte. Ein super Gast, wie im Verlauf des Abends deutlich wurde!

Das Konzert eröffnete allerdings unsere Gastgeberband mit ihrem Set. Hier konnte die MCS-Big Band unter Beweis stellen, was sie in den vergangenen Monaten in ihren wöchentlichen Proben sowie beim Workshop mit dem JJO, der am Nachmittag dem Konzert vorausgegangen war, gelernt hatte. Die zahlreichen Tipps der Profis beim Workshop, wie die aktuellen, z.T. neu einstudierten Stücke noch peppiger bzw. akzentuierter gespielt werden können, wurden am Abend umgesetzt. Zumindest hoffen wir, dass die JJO-Dozenten das auch so gesehen haben! :-) Das Programm war u.a. mit dem beswingten "Pennsylvania 6-5000", dem rockigen "Welcome to the Jungle", dem jazzigen "Birdland", dem balladesken "Skyfall" oder dem Latinstück "Don't you worry about a thing" breit gefächert und begeisterte das Publikum. Dieses musste seine musikalischen Kenntnisse und Fähigkeiten in einer kurzen Umbaupause ebenfalls unter Beweis stellen, indem sie die von Frida, Lina und Hendrik begonnenen Liedtexte gesanglich fortsetzen mussten. Ein sehr talentiertes Publikum! :-)  Übrigens traten Lina und Frida erstmals mit der MCS-Big Band bei "Skyfall" und "Valerie" als Sängerinnen auf und werden ihre Instrumente Klarinette bzw. Gitarre sicherlich auch in Zukunft bei Gesangsstücken kurz zur Seite legen dürfen. Die beiden Moderatoren Emil und Matteo begleiteten unterhaltsam und eloquent durch das Konzert, füllten Wissenslücken zu dargebotenen Stücken und sorgten für so manchen lustigen Moment.

Das zweite Set gestaltete nach der Pause das JugendJazzOrchester NRW, und wer bis dahin noch nicht vom "Big Band-Fieber" infiziert war, den erwischte es spätestens jetzt. Das JJO NRW "gilt als eines der führenden Ensembles seiner Art in Deutschland" (Landesmusikrat NRW), wird vom Land NRW gefördert mit dem Ziel, "auch auf dem Gebiet des Jazz eine angemessene künstlerische Nachwuchsförderung zu betreiben." (JJO NRW) und brachte schon so manchen erfolgreichen Jazzmusiker hervor. An diesem Abend wurde dem Zuhörer ein Feuerwerk an Spielfreude, mitreißender Energie, spielerischem Können sowie beswingter Töne geboten. In mitunter atemberaubender Geschwindigkeit rauschten die Finger über die Klappen, Saiten und Tasten der Instrumente und boten eine Auswahl an bekannten, aber auch von ehemaligen bzw. aktiven Bandmitgliedern selbst komponierten und arrangierten Jazzstücken. Ein besonderes Schmankel war der für eine Big Band eher außergewöhnliche Einsatz eines Vibraphons, das von der Vibraphonistin grandios zum Klingen gebracht wurde. Natürlich konnte diese großartige Band nicht ohne Zugabe und eine Einladung für eine hoffentlich baldige Wiederkehr an die MCS von der Bühne gelassen werden. Das Publikum bedankte sich für das gelungene Konzert mit einem langen Applaus und einer großzügigen Spende, von der wir mit Unterstützung des Starlight Express-Vertriebs in Kürze die aktuell 21 ukrainischen Schüler an der MCS zu einem Besuch des Musicals "Starlight Express" einladen werden.

(Susanne Müller)

Jazz against Novemberblues 2021 - wichtiger denn je!

Nur vier Tage auf unsere Bandfahrt folgte auch direkt das Konzert "Jazz against Novemberblues" an der MCS. In den letzten Jahren hatten wir für dieses Konzert immer die Big Band des Landespolizeiorchesters NRW zu Gast, in diesem Jahr hat Corona dies leider verhindert. In der "Big Blast Company" aus Hattingen haben wir allerdings eine großartige Band gefunden, die es sich nicht nehmen ließ, mit uns das Konzert zu spielen und dem Publikum den "Novemberblues" zu vertreiben. Sehr viele Zuschauer ließen es sich nicht nehmen, auch unter den nötigen 3G-Regeln im Forum der MCS Platz zu nehmen, sich von Moderatorin Marie D. kurzweilig durch den Abend führen zu lassen und nach langer Zeit mal wieder ein Big Band-Konzert zu genießen.

Den Anfang machte die MCS-Gastgeberband und spielte ihr bei der Bandfahrt einstudiertes Repertoire mit großer Freude und musikalisch bestens aufeinander abgestimmt. Bandleiter David Bernds dirigierte seine MCS- Big Band bei seinem ersten Konzert souverän durch das Set. Da wurde mit "In the Mellow Town" und Glen Millers "In the Mood" geswingt und soliert, bei "Uptown Funk" sprühten die "Funk"en, und mit "Don't jou worry about a thing" wurde es a la Stevie Wonder rockig. Selbst bei schwierigen Arrangements wie z.B. "One Note Samba" liefen die Finger wie geschmiert über Tasten, Klappen und Saiten und sorgten für ein Latinfeeling. Etwas Disco durfte aber auch nicht fehlen, und der Nr.1-Hit "We are Family" von Sister Sledge mit einem tollen, abwechselnd gespielten Schlagzeug- und Percussionssolo versetzte das Publikum in Tanzlaune.

Wer nach dem Set der MCS-Big Band noch immer leichte Anflüge eines Novemberblues hatte, dem wurde dieser mit dem Auftritt der "Big Blast Company" endgültig ausgetrieben. Der eine oder andere "Stammgast" der MCS-Big Bandkonzerte erinnerte sich bestimmt noch an den tollen Auftritt der BBC bei der "Big Band-Nacht" vor vier Jahren. Die in Hattingen und Umgebung bekannte und beliebte Band sprühte auch diesmal wieder vor Energie, und man merkte auch diesen Musikern an, wie sehr sie sich über eine Auftrittsgelegenheit freuten und die Zeit auf der Bühne genossen. Die ausgefeilten Arrangements von Bandleiter sowie Baritonsaxophonist Andreas Lensing wurden von einem starken Bläsersatz, unterstützt von einer hervorragenden Rhythmusgruppe, dargeboten. Etwas Funk, etwas Jazz, eine Prise Soul, aber auch ein bisschen Pop ließen die Bühne beben und rissen das Puplikum mit. Begeisterten Applaus gab es für die zahlreichen Instrumentalsoli sowie für Jaclyn Leupold und Benedikt Weiss für ihre großartigen Gesangsdarbietungen, sei es im Duett beim mitreißenden Dschungelbuchsong "I wanna be like you", aber auch Jaclyn solistisch mit "La Lègende du Colibri" von Zas und Benedikt mit dem 1965 erstmals von Nina Simone gesungenem und seitdem zahlreich gecovertem "Feeling Good". Hier ertappte sich der eine oder andere im Publikum ganz bestimmt dabei, wie er mittanzte, mitklatschte und/oder zumindest innerlich mitsang.

Corona erlaubte diesmal leider nicht, dass es ein gemeinsames Abschlusslied beider Bands gab, aber wir sind ganz sicher, dass wir die BBC in Zukunft erneut als Gast bei einem MCS-Big Bandkonzert begrüßen dürfen, und dann wird dies auf alle Fälle nachgeholt! An diesem Novemberabend konnte das Publikum aber auch so zufrieden, beswingt und "Novemberblues-frei" in die Nacht entlassen werden!

(Susanne Müller)

Big Bandfahrt 2021 - Wie man anderthalb Jahre in 3 Tagen aufholt...

Corona hat es vielen Menschen schwer gemacht und so manche "Tradition" musste erst einmal auf Eis gelegt werden, so auch 2020 unsere Big Band-Fahrt nach Schwerte. Aber plötzlich war dieses Jahr nach den Sommerferien wieder einiges möglich, und so haben wir bis Ende Oktober jeden Tag das Auf und Ab des Coronageschehens verfolgt und gebetet, dass wir auf Bandfahrt gehen können. Und dann war der Termin für unsere Bandfahrt gekommen, und wir durften tatsächlich ins Naturfreundehaus nach Schwerte fahren!

Man hat es an der Spielfreude und dem Engagement aller Bandmitglieder gespürt, dass alle froh waren, endlich wieder so intensiv zusammen proben zu können. Da war kein Murren zu hören, wenn eine Passage nochmal und nochmal gespielt werden musste, bis sie im Ohr unseres Bandleiters Anklang fand. Selbst als der Ansatz allmählich "Flöten ging" und die Finger müde wurden, hielt jeder tapfer durch, und so klang jedes eingeprobte Stück nach und nach immer besser, und die Stimmgruppen wurden zunehmend sicherer im Zusammenspiel.

Wer nun denkt, dass am Abend alle erschöpft in ihre Betten fielen, der kennt die Musiker der MCS-Big Band nicht! Da wurden kleine Sessions ins Leben gerufen, und plötzlich trauten sich sogar Musiker zu improvisieren, die sich sonst eher vornehm zurückhalten, wenn das Thema zur Sprache kommt. Vielleicht lag es an den Weihnachtsliedern, die zur Freude aller ausgewählt und zum Besten gegeben wurden..?

Als dann doch endgültig die Lippen und Finger streikten, wurden die Beine und Füße in Bewegung gesetzt, und unter Linas Anweisung gab es Tanzstunden, die einen großen Zuspruch fanden. Hier tanzte jeder mit jedem - manchmal auch nach eigener "Choroegraphie" - und der "Männerüberhang" stellte kein Problem dar. Hauptsache war, dass der Spaß überwog, und dies war offensichtlich. Ob beim nächsten Konzert mal eine Tanzeinlage eingebaut werden sollte???

Zu späterer Stunde kamen auch die "Werwölfe" im finsteren Schwerter Wald vorbei und wurden eifrig enttarnt. All diese zusätzlichen Aktivitäten sind für das Bandleben wichtig und machten es auch unseren neuen Bandmitgliedern leichter, die "alten Hasen" besser kennenzulernen und in der Band nicht nur musikalisch Fuß zu fassen.

Am nächsten Morgen saßen alle Musiker wieder motiviert und spielbereit auf ihrem Platz, um das nächste Stück in Angriff zu nehmen. Spätestens am Sonntagmittag nach einer letzten Durchlaufprobe waren sich dann alle einig, dass die Fahrt unsere Band wieder musikalisch auf einen guten Stand gebracht und kleine Defizite durch die Zwangsspielpause ausgemerzt werden konnten. Für das Konzert "Jazz against Novemberblues" wenige Tage später war die Band bestens vorbereitet!

Übrigens ist die Bandfahrt für 2022 bereits gebucht, und wir sind sicher, dass sie wieder genau so toll werden wird wie die diesjährige!

(Susanne Müller)

Big Band-Arbeit in Zeiten von Corona

Es ist inzwischen ein offenes Geheimnis: Corona hat das kulturelle Leben überall auf der Welt auf einen sehr kleinen Punkt heruntergefahren, und die Arbeit der MCS-Big Band war davon natürlich leider nicht ausgenommen. Konzerte mussten abgesagt werden, Workshops konnten nicht stattfinden und selbst die Bandproben durften nicht mehr durchgeführt werden. Die Schule war im Lockdown und öffnete nur nach und nach wieder ihre Pforten für Unterricht. Wie kann man aber Musiker, noch dazu so junge, in so unsicheren Zeiten, alleine zu Hause im Homeschooling bzw. nur ab und zu für wenige Stunden in der Schule, dazu annimieren, trotz aller Widrigkeiten bei der "musikalischen" Stange zu bleiben und weiterhin regelmäßig zu üben? Also musste ein lohnenswertes "Übe-Ziel" gefunden werden, und das ergab sich, als im Mai die ersten Lockerungen der Corona-Regeln in Kraft traten: Wir machen Aufnahmen wie im Tonstudio und setzen die Einspielungen der einzelnen Stimmen dann zu einem Gesamtwerk zusammen.

Alle Bandmitglieder wurden von Bandleiter Johannes Nebel gebeten, neben den beiden bereits bekannten Stücken "Superstition" und "Skyfall" auch noch das niegelnagelneue Stück "A naturell woman" auf ihrem Instrument zu üben. Besonders das neue Lied war eine Herausforderung, da es noch nie zuvor mit der Band in einer Gesamtprobe gespielt wurde. Die Noten für dieses Stück bekam jeder Musiker Dank eines ausschweifenden Ausflugs von Hartmut Brockhoff mit dem Fahrrad bzw. Auto innerhalb von Bochum persönlich in die Hand gedrückt - natülich unter Einhaltung des geforderten Abstands. Nun stand dem selbständigen Proben in den eigenen vier Wänden nichts mehr im Wege. Die Aufgabe war klar, das Ziel war gesetzt.

Im Juni war es dann endlich so weit. An einem Montagnachmittag traf sich zunächst die Rhythmusgruppe im Musikraum. Jeder Musiker bekam seinen festen Platz hinter einem Mikrofon, den er erst nach gelungener Aufnahme wieder verlassen durfte. :-)  Lediglich die Schlagzeuger wurden nach einem Lied ausgewechselt, damit jeder unser drei Drummer wenigstens an einer Aufnahme beteiligt sein konnte. Nach vier Stunden war der rhythmische Rahmen der drei Lieder "im Kasten" bzw. auf Band im Computer und die anderen Stimmgruppen konnten an den darauffolgenden Montagen nach und nach ihren Part aufnehmen. Die Schwierigkeit bestand darin, dass lediglich der Dirigent den Sound der Rhythmusgruppe über Kopfhörer auf die Ohren bekam. Die Bläser mussten alleine nach Dirigat und selbständigem Zählen spielen. Das war eine Herausforderung für jeden Spieler, denn so hatte bisher noch nie jemand ein Stück gespielt. Dazu kam noch das Mikrofon, das bedrohlich und ungewohnt nahe vor einem stand und unbarmherzig jeden Fehler und jede Unsauberkeit registrierte und speicherte. Da blieb es nicht aus, dass einzelne Takte wieder und wieder gespielt werden mussten, bis Aufnahmeleiter Pascal und Bandleiter Johannes endlich zufrieden waren und die nächsten Takte "freigaben". Irgendwann war es geschafft, und jedes Bandmitglied wartete gespannt auf das Gesamtergebnis. Bis dies aber tatsächlich vorlag, folgte erst noch der mühevolle Zusammenschnitt der einzelnen Aufnahmefragmente im heimischen "Technikstudio", der sich über viele Stunden hinzog und Pascal und Johannes einiges an Geduld, gutem Gehör sowie technischer Raffinesse abverlangte. Ihre Arbeit hat sich aber gelohnt, denn die Band wurde für ihr selbständiges Üben unter erschwerten Corona-Bedinungen mit einem tollen Gesamtergebnis belohnt. Es macht Spaß, sich die fertigen Lieder anzuhören, und irgendwie macht sich beim Hören auch ein ganz klein wenig Stolz breit, etwas zum Gelingen der Bandaufnahmen beigetragen zu haben.  Ich bin mir sicher, dass niemand auf die Idee käme, dass "A naturell woman" noch nie zuvor von der Band gemeinsam geprobt wurde. Oder? Wer mag, kann sich gerne im unten stehenden Soundfile eine eigene Meinung bilden.

Trotz allem oder gerade deswegen hoffen wir als Big Band darauf, trotz Corona-Erschwernissen bald wieder in voller Besetzung und alle in einem Raum miteinander Musik machen zu können und "A naturel woman" auch endlich live von unserer Band zu hören.

Soundfile folgt noch....

(Susanne Müller)

Presse

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